Dresden. Das wöchentliche Sortieren von Tabletten kostet in der Pflege viel Zeit - und ist fehleranfällig. Eine Fachkraft ist mitunter stundenlang damit beschäftigt, die richtigen Präparate in die richtigen Fächer der richtigen Patienten einzusortieren. Die Dresdner Knut-Apotheke will hier ansetzen und investiert in die maschinelle Verblisterung: Statt lose Döschen zu befüllen, verpackt sie die Medikamente automatisiert in beschriftete Einzelbeutel. Das soll Pflegediensten und Heimen Arbeit abnehmen - und damit mehr Zeit für die Patienten schaffen.
Was Verblisterung bedeutet - und warum sie in der Pflege hilft
Bei der Verblisterung werden alle Medikamente eines Patienten für eine ganze Woche portionsweise in einzelne Beutel abgefüllt, versehen mit Name, Einnahmezeitpunkt und Präparat. In skandinavischen und angelsächsischen Ländern ist das Verfahren längst verbreitet; in Deutschland gibt es nach Gäbes Einschätzung noch Nachholbedarf. Im vergangenen Jahr hat die Apotheke nach eigenen Angaben über 2,1 Millionen solcher Einzelbeutel abgegeben - für derzeit rund 1.300 Patienten und an Pflegedienste sowie Heime im Umkreis von bis zu 60 Kilometern. Die abschließende Kontrolle liege weiterhin bei der Pflegekraft, die die Arznei vor der Ausgabe mit dem hinterlegten Medikationsplan abgleiche, betont Gäbe.