Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat einen 18-jährigen Syrer wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung und der vorsätzlichen Körperverletzung angeklagt. Die Anklage ging an das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Dresden.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, einen 17-jährigen Russen am 1. Juli unter einem Vorwand zu einem Spielplatz nahe der Hansastraße gelockt zu haben. Dort soll er ihm eine Schreckschusswaffe ins Gesicht gehalten und ihn aufgefordert haben, seine Taschen zu leeren. Der Jugendliche übergab daraufhin sein Handy, sein Portemonnaie, seine Wohnungsschlüssel und etwas Bargeld. Anschließend soll der 18-Jährige ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter am 3. Juli Haftbefehl, seitdem sitzt der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Er ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits einschlägig vorbestraft und hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Ob es zum Prozess kommt, entscheidet nun das Amtsgericht, das über die Zulassung der Anklage befindet und einen Verhandlungstermin bestimmt.