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So geht es mit der Schwimmhalle in Dresden-Klotzsche weiter

Weitwinkelaufnahme des leeren Schwimmbeckens der Schwimmhalle Klotzsche. Im Vordergrund stehen rot geflieste Startblöcke mit blauen Zahlen. Rechts erstreckt sich eine große Fensterfront, im Hintergrund führt eine Treppe zu einer Empore.
Countdown für das historische Becken: Die Schwimmhalle Klotzsche bleibt nur noch bis April 2027 geöffnet. Materialschäden an dem 1935 erbauten Bad machen eine Schließung unumgänglich, bevor für 25 Millionen Euro ein Ersatzneubau entsteht. Foto: Dresdner Bäder GmbH
Von: Cornelius de Haas
Erst die Entwarnung, dann die Diagnose: In der Schwimmhalle Klotzsche kann man noch bis Frühjahr 2027 schwimmen. Danach ist mit dem Bau von 1935 im jetzigen Zustand Schluss.

Dresden. Wer in der Schwimmhalle Klotzsche seine Bahnen zieht, kann das noch bis zum 30. April 2027 tun. So lange bleibt die Halle im Dresdner Norden geöffnet, wie die Dresdner Bäder GmbH mitteilte. Bis dahin sind Schul-, Vereins- und öffentliches Schwimmen gesichert. Danach ist Schluss, das haben materialtechnische Untersuchungen der vergangenen Monate ergeben.

Das Ingenieurbüro MKP hat im Auftrag der Bäder GmbH Becken und Gebäude untersucht, Proben entnommen und im Labor analysiert. Dabei zeigten sich Schäden, die von außen nicht zu sehen sind, etwa Korrosion an der Stahlbewehrung sowie Risse und Stalaktiten am Beton.

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Ein weiterer Aufschub der Schließung sei nicht mehr möglich, machten die Statiker deutlich. Die 1935 erbaute und in weiten Teilen noch originale Halle habe das Ende ihres Daseins im jetzigen Zustand erreicht. Dass sie bis zum 30. April offen bleiben kann, verdankt sie einer Notsicherung für rund 130.000 Euro.

Wie es mit dem Standort weitergeht, wollen die Dresdner Bäder und Sportbürgermeister Jan Donhauser, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender, bis Mitte Oktober klären. Geprüft wird, ob eine Notinstandsetzung einen späteren, befristeten Weiterbetrieb erlauben könnte.

25 Millionen Euro für den Ersatzneubau

Mittelfristig bleibt der vom Stadtrat beschlossene Ersatzneubau an der Königsbrücker Landstraße 100. Er ist für 2028/2029 geplant und im Haushaltsentwurf mit rund 25 Millionen Euro veranschlagt. Zehn Millionen Euro davon soll die Stadt tragen, bis zu 19,8 Millionen Euro werden an Bundes- oder Landesförderung erwartet. Gebaut wird erst, wenn die Finanzierung komplett steht.

Ob das Geld vom Bund kommt, ist offen. Der städtische Förderantrag sei in einer ersten Runde nicht berücksichtigt worden, heißt es im Haushaltsentwurf. Für einen zweiten Aufruf speziell für Schwimmbäder wird eine Entscheidung frühestens Ende September erwartet.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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