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Fast die Hälfte gespart: Warum Dresdner Kult-Shows jetzt ihr Konzept ändern

Auf einem kleinen Podest posieren vier Personen: Guido Gentzel im Anzug, eine Frau im grünen Kleid mit Blumenkette, eine Frau im üppigen violetten Abendkleid und Koch Sven Kasimir in dunkler Kochjacke. Im Hintergrund stehen Zimmerpflanzen vor einem dunklen Vorhang.
Vorschau auf die neue Dinnershow-Saison in den Ostra-Studios: Guido Gentzel (l.) und Koch Sven Kasimir (r.) präsentieren mit Darstellerinnen die Highlights von „Mafia Mia“ und „Moments“. Erstmals gibt es auch günstigere Show-Only-Tickets. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Die Dinnershows „Mafia Mia" und „Moments" starten in die neue Saison. Erstmals gibt es ein Ticket ohne Vier-Gänge-Menü für 49,90 Euro, und im Bühnenplot spielt ausgerechnet die eingestürzte Carolabrücke eine Hauptrolle.

Dresden. Die beiden Dresdner Dinnershows „Mafia Mia" und „Moments" gehen in eine neue Spielzeit, und die Veranstalter reagieren auf ein Publikum, dem das Komplettpaket zu teuer ist. Die auffälligste Neuerung ist ein sogenanntes Show-Only-Ticket für 49,90 Euro. Dafür gibt es einen eigenen Bereich mit Sesseln und kleinem Tisch, die Gäste sehen die komplette Show, verzichten aber auf das Vier-Gänge-Menü und bestellen bei Bedarf Snacks an der Bar.

„Es gibt Publikum, das ins Theater geht, aber vor den Ticketpreisen einer Dinnershow zurückschreckt", sagt Veranstalter Mirco Meinel von First Class Concept. Ein volles Ticket kostet in dieser Saison 99,90 Euro, nach 89 Euro im Vorjahr. Mit dem günstigeren Einstieg wollen die Veranstalter neue, auch jüngere Gäste gewinnen und hoffen, dass diese später das komplette Paket buchen. Bei „Moments" stehen dafür 41 Plätze pro Show bereit, bei „Mafia Mia" 50.

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Die Carolabrücke wird zum Bühnenrequisit

Für Dresdner Lokalkolorit sorgt die Handlung von „Mafia Mia", inzwischen die 15. Folge der Geschichte um den Paten. Sie beginnt auf Hawaii und führt über erfundene Social-Media-Aktionen zurück nach Dresden. Am Ende geht es um ein besonderes Geschenk für die Frau eines texanischen Ölmagnaten, deren Wurzeln in Dresden liegen, und dafür soll ausgerechnet die Carolabrücke „gekauft", abgebaut und verschifft werden. Dass das reale Bauwerk seit seinem Teileinsturz im September 2024 ein Dauerthema in der Stadtpolitik ist, verleiht der Posse aus der Feder von Regiesseur Guido Gentzel und Paten Bert Callenbach eine gehörige Portion schwarzen Humor.

Größere Bühnen und internationale Artistik

Beide Shows setzen auf mehr Bühnenfläche. Die Mittelbühne bei „Mafia Mia" wächst auf 5 mal 4,5 Meter, bei „Moments" wird die zentrale Spielfläche vergrößert und die Premiumloge stärker terrassiert. Insgesamt treten in dieser Saison nach Veranstalterangaben mehr als 50 Künstler aus 16 Ländern auf, wer vom Einlass bis zum Schluss bleibt, erlebt rund sieben Stunden Programm. Im Vorjahr zählten beide Shows zusammen 27.000 Besucher.

„Moments" bleibt die international ausgerichtete Varieté-Show mit Artistik von Hochseil bis Luftakrobatik und einer rockigen Liveband, „Mafia Mia" die erzählerische, sächsisch gefärbte Familienshow mit durchgehender Story. Die neue Spielzeit läuft vor allem durch die Vorweihnachtszeit, gespielt wird in den Ostra-Studios im Ostragehege.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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