Das städtische Tierheim in Dresden-Stetzsch hat für 2025 Bilanz gezogen: 861 Tiere wurden aufgenommen – weniger als in den Vorjahren, aber die Arbeit bleibt komplex. Ziel der Einrichtung ist es, Tiere in Not zu versorgen, medizinisch zu betreuen und sie in ein neues, dauerhaftes Zuhause zu vermitteln. Trotz eines Rückgangs der Neuzugänge um 11,5 Prozent im Vergleich zu 2024 (959) zeigt sich: Besonders bei Hunden führen Verhaltensthemen, Alter oder behördliche Verfahren häufig zu längeren Aufenthalten.
Jeder dritte Neuzugang ist eine Katze
Ein Blick auf die Tierarten zeigt: Unter den 861 aufgenommenen Tieren waren 383 Katzen, 191 Hunde und 287 sonstige Tiere. Zu den „sonstigen“ zählen unter anderem Reptilien, Nager, Vögel und Fische. Damit blieb die Katze die häufigste Tierart im Zugang – rechnerisch nahezu jeder dritte Neuzugang. Diese Struktur prägt den Alltag: Katzen benötigen häufig Separationsbereiche, um Ansteckungen zu vermeiden, während Hunde mehr Trainings- und Auslaufmanagement erfordern. Bei Exoten und Kleintieren ist oft Spezialwissen zur Haltung und Fütterung gefragt.
Aktueller Bestand: 136 Tiere – viele warten noch
Aktuell betreut das Tierheim insgesamt 136 Schützlinge: 64 Katzen, 36 Hunde und 36 sonstige Tiere. Gleichzeitig ist die Vermittlung ein zentrales Ziel – doch nicht jedes Tier ist sofort bereit. Manche müssen erst gesund gepflegt oder verhaltensseitig stabilisiert werden, bei anderen sind rechtliche Fragen zu klären. Das Tierheim verweist darauf, dass Interessierte die Tiere online mit Text und Bild kennenlernen können. Besonders gefragt sind geduldige Menschen, die bereit sind, die Eingewöhnungszeit realistisch einzuplanen und dem Tier Zeit zu geben.