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Straßenblockade für den Klimaschutz in Dresden

Klima-Aktivsten haben bei einer Straßenblockade eine «Wärmewende» in Dresden hin zu erneuerbaren Wärmequellen verlangt.  / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Klima-Aktivsten haben bei einer Straßenblockade eine «Wärmewende» in Dresden hin zu erneuerbaren Wärmequellen verlangt. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion in Dresden haben eine Straßenblockade durchgeführt, um auf die Dringlichkeit einer Wärmewende hinzuweisen. Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern könnte sowohl Kosten senken als auch der lokalen Wirtschaft zugutekommen.

Die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion haben erneut in Dresden für eine «Wärmewende» protestiert, die den Ausstieg aus fossilen Energieträgern fordert. Rund zwei Dutzend Demonstranten blockierten am Donnerstag eine stark befahrene Kreuzung im Norden der Stadt für etwa eine halbe Stunde, inklusive kurzer Pausen für die Weiterfahrt.

Die Protestaktion unterbreche den Alltag, da fossiles Heizen eine kostspielige Sackgasse darstelle, so die Aktivisten. «Ich würde lieber nicht stören, aber schweigen ist unverantwortlich. Obwohl wir den Verkehr unterbrechen, richten wir uns nicht gegen Autofahrer. Wir machen sichtbar, dass politisches Zögern uns alle ausbremst», erklärte der Physiker Christian Bläul, der als prominente Figur der Klimaproteste in der sächsischen Landeshauptstadt gilt.

Klimaaktivisten: Ausstieg aus fossilem Erdgas ist überfällig

Bläul hält den Ausstieg aus fossilem Erdgas für längst überfällig. Jede weitere Verzögerung erhöhe die Wahrscheinlichkeit von Krisen und steigere die Kosten für alle, argumentierte er. «Wir müssen die Wärmewende hin zu Erneuerbaren jetzt beschleunigen. Dabei ist klar: Geschwindigkeit darf nicht auf Kosten der sozialen Gerechtigkeit gehen. Es braucht gezielte Unterstützung für Haushalte mit geringem Einkommen, damit niemand zurückgelassen wird.»

Nach Angaben von Extinction Rebellion würde der Ausstieg aus fossilen Energieträgern der Dresdner Bürgerschaft Vorteile bringen. Die Nutzung erneuerbarer Wärmequellen könnte die Heiz- und Warmwasserkosten um bis zu 50 Prozent senken und stabile Preise unabhängig von internationalen Krisen gewährleisten. Dies würde der Stadt und ihren Bewohnern eine Milliarde Euro an CO2-Kosten einsparen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft stärken, was sichere Arbeitsplätze bedeutet.

Extinction Rebellion (Aufstand gegen das Aussterben) ist eine international aktive Umweltschutzorganisation, die zivilen Ungehorsam nutzt, um auf drängende Probleme wie die Klimakrise und das Artensterben aufmerksam zu machen.

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