Signalrot gegen Abbiegeunfälle: Dresden baut bekannten Gefahrenpunkt um
Dresden. Bald leuchtet es rot auf dem Asphalt der Mügelner Straße: Mit rot markierten Radspuren und einer neuen Ampel will Dresden das Radfahren in Reick sicherer machen. Ab Dienstag, 1. September 2026, wird dafür umgebaut. Los geht es an der Kreuzung mit der Gamigstraße, danach arbeiten sich die Bautrupps abschnittsweise bis zur Haltestelle Altreick vor. Fertig sein sollen die Arbeiten voraussichtlich bis Freitag, 30. Oktober. Auch Markierungen und Beschilderungen werden erneuert.
Neue Ampel und rote Radspuren an der Gamigstraße
Zunächst steht die Kreuzung zur Gamigstraße im Fokus. Dort wird die Ampelanlage umgerüstet, damit der Radverkehr sicher über den Knoten geführt werden kann. Vorgesehen ist eine separate Führung der Radfahrer im Fahrbahnbereich; sämtliche Überwege rund um die Ampel werden barrierefrei.
Damit Radfahrer besser gesehen werden, sollen die Querungen (im Fachjargon: Radfurten) flächig rot markiert werden. Das zielt vor allem auf einen bekannten Gefahrenpunkt: den Konflikt zwischen rechtsabbiegenden Autos und geradeaus fahrenden Radlern. Aus Richtung Seidnitzer Weg entsteht zudem eine breitere Aufstellfläche für den Radverkehr, um Konflikte mit dem Kfz-Verkehr weiter zu verringern.
Autoverkehr bleibt mit kleinen Einschränkungen möglich
Für Autofahrer ändert sich nur wenig. Die Mügelner Straße bleibt in beide Richtungen befahrbar, und auch die anliegenden Grundstücke sind weiter erreichbar. An der Kreuzung wird zeitweise mal eine Fahrtrichtung gesperrt. Wo das der Fall ist, wird durch Schilder vor Ort angezeigt.
Der Umbau ist Teil der Maßnahme Nummer 633 aus dem vom Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzept. Die Gesamtkosten liegen bei rund 300.000 Euro, von denen der Bund über die Kommunalrichtlinie zur Förderung des Klimaschutzes 50 Prozent übernehmen kann. Den Bauauftrag erhielt die Sächsische Straßen- und Tiefbaugesellschaft aus Bannewitz, die Ampel rüstet die Yunex GmbH um.