Sieben Kilo Medizin-Cannabis, ein gültiger Einfuhrschein - und doch Untersuchungshaft
Dresden/Altenberg. Sieben Kilogramm Cannabis, als Medizinware deklariert, dazu eine gültige Einfuhrgenehmigung der zuständigen Bundesbehörde - auf dem Papier war an dieser Lieferung nichts auszusetzen. Trotzdem sitzt der Fahrer seit vergangener Woche in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen einen 30-jährigen Ukrainer wegen des Verdachts, mit Cannabis in nicht geringer Menge gehandelt zu haben.
Kontrolle am Grenzübergang Altenberg: Zoll stoppt den Transport
Was die Ermittler ihm vorwerfen: Am 11. Juni gegen 11:40 Uhr soll der Mann das Medizinal-Cannabis im Auto aus Tschechien über den Grenzübergang Altenberg nach Deutschland gebracht haben. Erlaubt war die Einfuhr - allerdings nur für ein Medizinprodukte-Unternehmen in Erfurt. Stattdessen soll der 30-Jährige die Ware gewinnbringend an einen Abnehmer in Berlin verkaufen haben wollen. Bei einer Kontrolle am Rastplatz „Am Heidenholz" wurden Beamte des Hauptzollamts Dresden auf ihn aufmerksam und nahmen ihn vorläufig fest.
Haftbefehl vom Amtsgericht Dresden: Beschuldigter in Untersuchungshaft
Schon einen Tag später, am 12. Juni, beantragte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl, den der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden antragsgemäß erließ. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Er ist nicht vorbestraft und hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt dauern an.