Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeichnet für Dresden und Leipzig auf den ersten Blick ein positives Bild: In beiden Städten sind die Gesamtzahlen registrierter Straftaten gesunken. Doch hinter der Headline verbergen sich gegenläufige Trends, die die Polizeipräsidenten beider Direktionen alarmieren – und die zeigen, dass weniger Straftaten nicht gleichbedeutend ist mit mehr Sicherheit.
Leipzig bleibt die am stärksten belastete Polizeidirektion Sachsens
Mit 91.329 erfassten Fällen im gesamten Direktionsbereich – davon 65.602 allein in der Stadt Leipzig – verzeichnet die Polizeidirektion Leipzig mehr als doppelt so viele Straftaten wie Dresden mit seinen 42.735 Fällen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt in Leipzig 4,9 Prozent, in Dresden sogar 9,7 Prozent. Gemessen an der Einwohnerzahl bleibt Leipzig mit einer Häufigkeitszahl von 8.524 Straftaten je 100.000 Einwohner deutlich stärker belastet als Dresden, das auf 7.565 kommt. Dieser Unterschied von rund 13 Prozent spiegelt Leipzigs Rolle als größere, dichter besiedelte Metropole mit einem ausgeprägten Zentrum wider – nicht notwendigerweise ein höheres Risiko für jeden einzelnen Einwohner, aber ein strukturell komplexeres Sicherheitsumfeld.