55 Euro für eine Kippe: Großkontrolle des Dresdner Ordnungsamtes
Dresden. 56 Mal zückte der Gemeindliche Vollzugsdienst am Dienstag den Strafzettel - jedes Mal wegen einer weggeworfenen Zigarettenkippe. An Plätzen, Haltestellen und in Parkanlagen kontrollierten Einsatzkräfte das gesamte Stadtgebiet, wie die Landeshauptstadt Dresden mitteilte. Wer erwischt wurde, zahlte sofort: 55 Euro, bar auf die Hand. Die Reaktionen seien gespalten gewesen - manche Betroffene hätten die Strafe akzeptiert, andere hätten sich quergestellt.
Zehn Jugendliche wurden während der Kontrollen beim Rauchen angetroffen. Ihre Tabakwaren und E-Zigaretten wurden sichergestellt und sollen auf Inhaltsstoffe überprüft werden. Anschließend können die Erziehungsberechtigten die Gegenstände abholen; nicht abgeholte Waren werden kostenpflichtig vernichtet.
Hintergrund der Aktion ist nicht nur das Stadtbild: Zigarettenfilter enthalten Kunststoffe und Schadstoffe, die Böden und Gewässer belasten. Nach Angaben des Umweltbundesamtes könne bereits ein einzelner Stummel erhebliche Mengen Wasser verunreinigen.
Der Vollzugsdienst kündigte an, weitere Kontrolltage zu verschiedenen Schwerpunkten seien bereits in Planung.