Der Anblick war für die Neustädter in den letzten zweieinhalb Wochen beinahe schon Alltag: Ein massiver grauer Block stand nahe Hauptstraße, fest verankert, aber eben noch außer Betrieb. Am Montagvormittag war es dann so weit: Die Bauzäune sind weg, die Türen offen. Wer vor dem neuen Häuschen in der Ritterstraße steht, sieht kein filigranes Designobjekt, sondern einen Funktionsbau, der auf Widerstand gebürstet ist.
„Die Toilette hat einen Graffiti-Schutzanstrich, der sich bereits bewährt hat", erklärt Axel Walther, Chef der Kommunalen Immobilien Dresden (KID). Ein kalter Wasserstrahl soll reichen, um Schmierereien zu Leibe zu rücken. Es sind Details wie diese, die zeigen: Hier geht es nicht um Schönheit, sondern um Durchhaltevermögen im harten Dresdner Alltag.