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Was diese Dresdner Schule nach mehr als 20 Jahren wieder anbietet

Was diese Dresdner Schule nach mehr als 20 Jahren wieder anbietet
Am Sportschulzentrum Dresden werden ab dem kommenden Schuljahr auch wieder Handball-Talente lernen. Foto: Alexander Hiller
Von: Alexander Hiller
Das Sportschulzentrum Dresden gilt seit Jahrzehnten als Grundpfeiler von vielen Karrieren ehemaliger und aktueller Sport-Weltstars aus der Region - wie Matthias Sammer oder Karin Enke. Nun kehrt eine Sportart nach langer Pause wieder an die Talenteschmiede zurück.

Das alte Schuljahr neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Hinter den Kulissen laufen allerdings schon längt die Vorbereitungen für das Lehrjahr 2026/27. In einer Dresdner Schule vollzieht sich dabei ein entscheidender Wandel. Oder vielmehr ist es eine Rückkehr.

Am Sportschulzentrum Dresden am Rande des Ostraparks wird mit dem neuen Schuljahr die Sportart Handball als 18. Sportart wieder ins Portfolio der Eliteschule des Sports aufgenommen. Dort können also die größten Handball-Talente der Region Schule und sportliche Ausbildung optimal miteinander verknüpfen. Die Lehr- sind sehr eng mit den jeweiligen Trainingsplänen und Wettkampf-Rhythmen verwoben.

Die allermeisten Karrieren der ehemaligen und aktuellen Sport-Weltstars aus Dresden und der Region wie etwa Matthias Sammer, Karin Enke, Rica Reinisch oder Tom Liebscher-Lucz gründen auf diesem Zweiklang zwischen Schulbank und Trainingsgelände.

Die Sportart Handball wurde 2005 aus dem Schulkonzept des Sportschulzentrums gestrichen und nur noch auf den Standort Leipzig konzentriert. Nun folgt die Rückkehr. "Wir haben eine gewisse Zeit daran gearbeitet, um auch in Dresden wieder Zugang zu haben, es hat eine Weile gedauert. Aber wir sind happy, dass es geklappt hat", sagt Karsten Küter, Präsident des Handball-Verbandes Sachsen (HVS).

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Insgesamt 48 Plätze für Handball-Talente geplant

Die Dachorganisation der im Freistaat organisierten Handballvereine hatte den Antrag für die Wiederaufnahme gestellt. Der Landesausschuss Leistungssport (LAL) bewilligte das Vorhaben. In dem Gremium sitzen u.a. Vertreter aus der Politik, dem Landesportbund Sachsen, aus Fachverbänden, der Sportwissenschaft aber auch der Eliteschulen. "Das ist für den Handballsport im Freistaat eine neue Qualität und für den Standort Dresden, den Raum Sachsen Mitte und Ost-Sachsen", stellt Küter fest.

Der Sportart stehen künftig insgesamt 48 Plätze zu - 20 an der Sportoberschule, 28 am Sportgymnasium. Übrigens geschlechterübergreifend - also für männliche und weibliche Talente. Im kommenden Schuljahr besetzt der Handball nach den bereits abgeschlossenen Aufnahmetests jedoch nur 21 Plätze - nach Informationen von diesachsen.de ist vorerst auch ein Mädchen mit dabei. "Die anderen Plätze wachsen Jahr für Jahr auf", erklärt HVS-Chef Karsten Küter.

In erster Linie profitiert der HC Elbflorenz als Platzhirsch der Region in Sachen Handball von dem Rückkehr-Projekt. Aber nicht ausschließlich. Auch zwei Talente vom HSV Dresden gehen künftig an die Sportschule. Auch für Nachwuchshoffnungen aus regionalen Handball-Standorten wie Pirna oder Großröhrsdorf könnte die Wiederaufnahme nachhaltige Effekte haben.

Keine Nachteile für andere Sportarten

"Wir spielen mit all unseren Jugendmannschaften in den höchstmöglichen Spielklassen. Das ist das, wo wir immer hinwollten. Und deshalb freue ich mich sehr über diesen Schritt", sagt Rico Göde (44), Sportdirektor des Handball-Zweitligisten HC Elbflorenz. Der ehemalige Profi und gebürtige Dresdner war einer der letzten Handball-Sportschüler in der Landeshauptstadt.

Nach Angaben des HC Elbflorenz hat dessen Ex-Profi Marek Vanco bereits einen Vertrag als Profilsportlehrer beim Landesamt für Schule und Bildung (LASUB) für den Standort Dresden unterzeichnet. Der ehemalige tschechische Nationalspieler fungiert auch als C-Jugendtrainer beim HCE.

Aber erfolgt die Rückkehr der Handballer zu Lasten anderer Sportarten? "Einige Sportarten haben ihre Platz-Kapazitäten nie völlig ausgeschöpft. Da muss keiner zurückstecken, Handball kommt on top oben drauf. Nach der Überarbeitung des Standortkonzepts sind wir am Ende bei der Summe an Schüler, die wir immer hatten", bekräftigt Britt Göldner, die Schulleiterin des Sportschulzentrums Dresden.

Alexander Hiller
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Alexander Hiller

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