Nächtliches Drama in Dresden: Rauch schneidet Bewohnern den Fluchtweg ab
Dresden. Ein Kellerbrand hat in der Nacht zum Freitag in Strehlen einen Großeinsatz ausgelöst. Als die ersten Kräfte an der Curt-Querner-Straße eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus dem Kellergeschoss - und hatte sich über das Treppenhaus und offene Fenster bis in mehrere Wohnungen gezogen.
Während ein Trupp unter Atemschutz über das Treppenhaus zum Feuer vorrückte, stand die Rettung der Menschen im Vordergrund. Mehrere Bewohner holten die Einsatzkräfte über die Drehleiter aus dem Gebäude, weitere führten sie mit Brandfluchthauben sicher durch den verrauchten Treppenraum nach draußen. Das Feuer selbst loderte in mehreren Kellerabteilen; Personen waren dort nicht. Mit einem Strahlrohr löschten die Kräfte die Flammen zügig und entrauchten anschließend das Haus maschinell. Alle 24 Wohnungen des Gebäudes wurden kontrolliert - einige Türen mussten die Einsatzkräfte dafür gewaltsam öffnen.
Massenanfall von Verletzten - Linienbus als Zuflucht
Wegen der vielen Betroffenen riefen die Einsatzkräfte einen Massenanfall von Verletzten aus. Zwölf Menschen untersuchte der Rettungsdienst, fünf von ihnen kamen zur weiteren Kontrolle in Dresdner Krankenhäuser. Für die unverletzten Bewohner stellte die Feuerwehr einen Linienbus als Betreuungsraum bereit. Auch im Nachbarhaus war Rauch in den Keller gedrungen; nach einer Kontrolle gab es dort aber keine Gefahr. Im Einsatz waren rund 85 Kräfte. Die Brandursache ist noch unklar - die Ermittlungen führt die Polizei.