Dresden. Nach dem Angriff in der Dresdner Ausländerbehörde am Freitag, wiegt der Vorwurf gegen den mutmaßlichen Täter schwerer als zunächst bekannt. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen den 34-jährigen Staatenlosen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Er soll am 28. August gegen 8.30 Uhr im Eingangsbereich der Behörde an der Lingnerallee einen 30 Jahre alten Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes mit einer leicht entzündlichen Flüssigkeit übergossen haben, um ihn mit einem mitgeführten Feuerzeug anzuzünden. Dazu kam es nur deshalb nicht, weil sich das Feuerzeug nicht entzünden ließ. Damit sei die Umsetzung des Tatplans nicht mehr möglich gewesen.
Laut Polizei war der Mann zu einem Termin gekommen und mit einem Dokument nicht einverstanden, das er am Einlass erhalten hatte. Er habe die Unterlagen mit der Flüssigkeit übergossen und anzünden wollen, Sicherheitsleute hätten das verhindert und seien dabei selbst getroffen worden. Anschließend habe er ein Messer gezogen und einen 48 Jahre alten Sachbearbeiter in dessen Büro bedroht, bis ihm die Wachleute das Messer abnahmen. Verletzt wurde niemand.