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Musikalischer Schlagabtausch im Dreivierteltakt: »Wien pur!« gastiert im Kulturpalast

Musikalischer Schlagabtausch im Dreivierteltakt: »Wien pur!« gastiert im Kulturpalast
Christoph Wagner-Trenkwitz tritt am Dienstag als »Der Musikkritiker« im Kulturpalast in Erscheinung. Foto: Ferdinand Neumüller
Von: Cornelius de Haas

Die Sächsische Staatskapelle Dresden widmet sich am 14. April einem besonderen Konzertabend, der die österreichische Musikmetropole Wien in den Fokus rückt. Unter dem Titel »Wien pur!« erwartet das Publikum im Kulturpalast eine Mischung aus Orchesterklängen und theatralem Diskurs über das Spannungsfeld zwischen Kunst und Kritik.

Wien gilt seit Jahrhunderten als Herz der klassischen Musikgeschichte – doch wo große Werke entstanden, war die scharfzüngige Kritik nie weit. Diesen oft humorvollen, teils erbitterten Dialog zwischen schöpferischem Anspruch und zeitgenössischem Unverständnis bringt die Staatskapelle nun auf die Dresdner Bühne.

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Ein spielerischer Streit zwischen Pult und Feder

Im Zentrum steht ein ungewöhnliches Format: Dirigent Patrick Hahn übernimmt die Rolle des Sachwalters der Komponisten, ihm gegenüber tritt Christoph Wagner-Trenkwitz – Chefdramaturg der Wiener Staatsoper – als »Musikkritiker« auf.

Porträt des Dirigenten Patrick Hahn in einem eleganten schwarzen Anzug vor schwarzem Hintergrund, Low-Key-Fotografie, minimalistische Ästhetik.
Der Fokus auf das Wesentliche: Dirigent Patrick Hahn besticht in diesem schlichten Porträt durch minimalistische Eleganz. Foto: C&G Pictures

Als Chronist, Richter und Provokateur zugleich entfalten die beiden einen »Streit im Dreivierteltakt«, der die Zuhörer durch zwei Jahrhunderte Musikgeschichte führt – von den emotionalen Anfängen der Romantik bis zu den satirischen Kommentaren des 20. Jahrhunderts. Dabei wird deutlich, dass die heute gefeierten Meisterwerke zu ihrer Entstehungszeit oft auf heftigen Widerstand stießen.

Von Beethoven bis Georg Kreisler

Das Programm ist ebenso vielfältig wie die Wiener Musikgeschichte selbst. Den Auftakt bilden Richard Wagners Vorspiel zum dritten Aufzug aus »Siegfried« und die Ouvertüre zu Beethovens einziger Oper »Fidelio«. Symphonische Schwergewichte wie der vierte Satz aus Brahms' 4. Sinfonie sowie Gustav Mahlers sinfonischer Satz »Blumine« kommen ebenso zur Aufführung wie die erste Walzerfolge aus dem »Rosenkavalier« von Richard Strauss und Werke von Josef Strauß.

Einen starken Kontrast bilden die Passacaglia von Anton Webern sowie Georg Kreislers Lied »Der Musikkritiker«, das dem Abend seinen inhaltlichen Kern verleiht. Mit Erich Wolfgang Korngolds »Straussiana« und dem abschließenden »Ohne Sorgen« von Josef Strauß schließt sich der Bogen eines vielschichtigen Abends.

Hinweise für den Konzertbesuch

Das Konzert beginnt am Dienstag, den 14. April 2026, um 19:00 Uhr im Konzertsaal des Kulturpalastes. Karten sind vorab in der Schinkelwache am Theaterplatz, telefonisch unter 0351 4911 705 oder unter www.staatskapelle-dresden.de erhältlich. Restkarten sind nach Verfügbarkeit an der Abendkasse erhältlich.

Besucher sollten beachten, dass an den Kassen des Kulturpalastes ausschließlich bargeldlose Zahlungsmethoden akzeptiert werden.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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