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Momo blieb – und das Tierheim Grödern bekommt Hilfe

Tierheimspende
Hündin Momo lebt im Tierheim Grödern (Bild: Thomas Wolf)
Von: Thomas Wolf
Sie kam ins Tierheim und ging nie wieder. Momo, eine Hündin mit Epilepsie, ist heute das inoffizielle Maskottchen von Grödern. Dass sie dort so gut versorgt werden kann, verdankt das kleine Tierheim auch dem Glück – und einem neuen Rubbellos von Sachsenlotto.

Manchmal entscheidet das Schicksal einfach. Momo kam ins Tierheim Grödern – und blieb. Die Hündin leidet an Epilepsie, ist medikamentös optimal eingestellt und fühlt sich in Grödern so wohl, dass niemand mehr daran denkt, sie weiterzuvermitteln. Sie ist kein Pflegefall. Sie ist zuhause.

Für Sabine Kaden ist das keine Last. Die Tierheimchefin betreibt die Einrichtung seit 1998 – mittlerweile seit 27,5 Jahren – und hat in dieser Zeit gelernt, dass nicht jedes Tier einen neuen Besitzer braucht. Manche brauchen einfach einen Ort, an dem sie bleiben dürfen.

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Ein neues Los – und echter Tierschutz dahinter

Seit April 2026 ist das neue Rubbellos „Lucky Dog" von Sachsenlotto in den sächsischen Annahmestellen erhältlich. Das 5-Euro-Los lockt mit einem Hauptgewinn von 100.000 Euro und zeigt gestalterisch verschiedene Hundemotive. Doch „Lucky Dog" ist mehr als ein Glücksspielprodukt – es verbindet die Lotterie mit einem konkreten Bekenntnis zum Tierschutz in Sachsen.

Zum Marktstart überreichte die Sächsische Lotto-GmbH gemeinsam mit Kristin Hardt, Moderatorin der Radiosendung „André und die Morgenmädels", einen symbolischen Spendenscheck an das Tierheim Röhrsdorf. Hardt setzt sich auch privat für Tiere ein und steht damit glaubwürdig für den Gedanken hinter der Aktion.
Auch das Tierheim von Momo in Grödern profitiert von "Lucky Dog" und erhielt heute einen Spendenscheck in Höhe von 2.000 Euro.

2.000 Euro für die großen kleinen Dinge

Für ein großes Unternehmen klingt das vielleicht nach wenig. Für ein kleines Tierheim bedeutet es sehr viel.

„Wir sind ein kleines Tierheim und arbeiten mit Herz", sagt Sabine Kaden. Die 2.000 Euro helfen, laufende Kosten zu decken – Futter, Tierarzt, Strom, Pflege. „Es ist eine sehr große Hilfe", sagt sie schlicht. Mehr braucht es nicht, um zu verstehen, wie eng die Kassen in solchen Einrichtungen oft sind.

Aktuell kümmert sich das Team in Grödern um 25 Katzen, 9 Hunde und 2 Ziegen. Dazu kommen immer wieder Tiere, die niemand erwartet hat.


v.l. Magdalena Bartmann (Sachsenlotto), Sabine Kaden (Tierheim Grödern), Kristin Hardt (Radio Dresden) - (Bild: Thomas Wolf)

Vom Feuersalamander bis zum Karton voller Meerschweinchen

Das Tierheim Grödern ist kein Ort, an dem man sich auf das Erwartbare einstellen kann. Sabine Kaden hat das längst akzeptiert.

„Exotische Tiere nehmen wir an, suchen dann nach guter Betreuung", erzählt sie. Das Exotischste bisher? Ein Feuersalamander. Aber auch vor dem Tor stehende Kartons mit 15 Meerschweinchen gehören zur Erfahrung. „Wir sind vorbereitet", sagt Kaden – und man merkt, dass das keine Floskel ist.

Vor Weihnachten werden bewusst keine Vermittlungen vorgenommen. Ein Tier ist kein Geschenk unter dem Baum. Das war immer so – und bleibt so.

Als es wirklich schwierig wurde

Nicht immer lief es rund. 2013 stand das Tierheim Grödern vor einer ernsten Krise. „2013 ging es uns mal richtig schlecht", erinnert sich Kaden. Erst durch Medienaufmerksamkeit – unter anderem durch Radio Dresden – wendete sich das Blatt. Das Tierheim begann mit Facebook, baute eine Website auf und fand eine neue Gemeinschaft.

„Wir leben von Spenden und engagierten Menschen, die auch mit den Hunden Gassi gehen", sagt Kaden. Freiwillige, die regelmäßig kommen. Menschen, die einfach helfen wollen. Auch die Idee, am „Lucky Dog"-Programm teilzunehmen, kam von außen – durch Magdalena Bartmann, die das Tierheim ins Gespräch brachte.

Lotto-Erträge für Sachsen – mehr als nur Gewinne

Die Aktion macht zugleich sichtbar, wofür die Erträge der staatlichen Lotteriegesellschaft genutzt werden. Über die gemeinnützige Verwendung der Lotto-Mittel werden in Sachsen zahlreiche Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und Denkmalpflege unterstützt. Tierschutz ist nun sichtbar Teil dieses Gedankens.

Das „Lucky Dog"-Konzept stammt ursprünglich aus den USA, wo Lotterie und Tierschutz schon lange zusammengedacht werden. In Sachsen trägt Sachsenlotto diesen Gedanken weiter – mit echter Wirkung vor Ort.

Momo schaut zu

Während all das besprochen, geplant und organisiert wird, lebt Momo einfach ihr Leben in Grödern. Sie braucht keine große Geschichte. Sie ist bereits angekommen.

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft hinter „Lucky Dog": Nicht jedes Tier braucht ein Happy End mit neuer Familie. Manchmal ist das Glück schon da – in Form eines kleinen Tierheims, das seit 27 Jahren mit Herz arbeitet, und eines Loses, das zufällig den richtigen Weg gefunden hat.

Das Tierheim Grödern freut sich über Spenden, Freiwillige und Menschen, die einfach mal vorbeischauen – oder mit einem Hund Gassi gehen möchten.

Thomas Wolf
Artikel von

Thomas Wolf

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