Dresden, 11. März 2026: Eine 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hält große Teile Dresdens in Atem. Tausende Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, rund um den Fundort am Elbufer werden weiträumige Sperrzonen eingerichtet.
Doch plötzlich erscheinen Bürgerinnen und Bürger an den Polizeisperren und verlangen Einlass. Sie sind überzeugt: Die Bombe sei bereits entschärft. So hätten sie es im Internet gelesen.
Falschinformation zur Bombenentschärfung sorgt für Verwirrung
Der Grund für die Verwirrung: Wer während des Einsatzes bei Google nach dem aktuellen Stand der Kampfmittelentschärfung suchte, erhielt von einer KI-Zusammenfassung eine eindeutige Antwort – allerdings eine falsche. Dort hieß es, die Bombe sei bereits erfolgreich entschärft, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch scharf war.
Sichtschutz für die Entschärfung: Hier wurde am Mittwoch eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft. Foto: CdH
Die Folgen waren unmittelbar spürbar. Mehrere Menschen versuchten, in den Evakuierungsbereich zurückzukehren, weil sie sich auf die vermeintliche Entwarnung aus dem Netz beriefen. Auch erste Medienberichte griffen die Information auf, bevor sie korrigiert werden konnte.