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Weltkriegsbombe in Dresden: Zünder vor Ort gesprengt

Weltkriegsbombe in Dresden: Zünder vor Ort gesprengt
Um die Weltkriegsbombe zu entschärfen, wurde der beschädigte Zünder mit dem Boden abgeschnitten, wie Sprengmeister Thomas Zowalla erklärte. / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Nur ein kleiner Schnipsel blieb am Ende zurück: Der Zünder der Weltkriegsbombe im Dresdner Zentrum machte dem Sprengmeister die Arbeit nicht leicht.

Die Entschärfung der Weltkriegsbombe mitten in Dresden hat Sprengmeister Thomas Zowalla und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) vor eine besondere Herausforderung gestellt. Da der Zünder beim Abwurf stark beschädigt wurde, sei es zu gefährlich gewesen, ihn manuell zu entschärfen, erklärte Zowalla.

«Deswegen haben wir uns dafür entschieden, diesen Zünder samt Bombenboden mit dem Wasserstrahlschneidegerät rauszuschneiden.» Dabei müsse die Justierung ganz genau stimmen, damit der Schneidkopf exakt an der richtigen Stelle schneide. 

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Zünder gesprengt

Um den Blindgänger unschädlich zu machen, sprengte Zowalla mit seinem Team von etwa zwölf Leuten den Zünder anschließend. Nur ein winziges Stück blieb dabei übrig. «Dieses Teil ist eigentlich das gefährlichste an der gesamten Bombe», erklärte der Sprengmeister. Die Entschärfung dauerte insgesamt zwei Stunden.

In die Hände spielte dem KMBD, dass die Bombe nur mit einem Zünder bestückt war. Um Präzision und Trefferquote zu erhöhen, seien früher bei den Bomben teilweise zwei Zünder eingebaut worden, erklärte Zowalla.

Wäre der Einsatz mit dem Wasserstrahlschneidegerät gescheitert, wäre den Experten nur eine Option geblieben: Die 250 Kilogramm schwere Bombe zu sprengen. Die Sprengkraft sei dabei nicht zu unterschätzen: «Wenn so eine Bombe in Eigenheim einschlägt, dann ist es weg», sagte Zowalla.

18.000 Menschen evakuiert

Der Blindgänger war bei einer Kampfmittelsondierung am Neustädter Elbufer im Bereich der eingestürzten Carolabrücke gefunden worden. Um die Fundstelle richtete die Polizei einen Sperrkreis mit einem Radius von 1.000 Metern ein. Von der Evakuierung waren 18.000 Menschen betroffen.

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