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HTW Dresden und Landesamt für Archäologie Sachsen vereinbaren Kooperation

Ein Mann in einer orangefarbenen Warnweste steuert eine kleine weiße Drohne an einem leicht bewölkten Himmel. Eine Gruppe aus sieben Personen steht auf einem hellen, gepflasterten Platz und schaut nach oben. Im Hintergrund ist ein modernes Rastergebäude zu sehen.
Zukunft der Denkmalpflege: Die Partnerschaft zwischen HTW Dresden und LfA Sachsen setzt auf digitale Methoden wie die Drohnen-Fernerkundung. Bei einer Vorführung blicken Forscher und Denkmalschützer auf das fliegende High-Tech-Gerät. Foto: HTWD/Peter Sebb
Von: Dresden News
Geodaten treffen auf Denkmalschutz: Eine neue Partnerschaft digitalisiert die sächsische Denkmalpflege und stärkt Dresden als Wissenschaftsstandort.

Transparenzhinweis / Korrektur: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es in der Überschrift und im Teaser, eine neue Kooperation bringe einen „Röntgenblick“, der das „Baustellen-Chaos beendet“. Diese Zuspitzung war sachlich falsch und entsprach nicht der offiziellen Medieninformation der HTW Dresden und des Landesamtes für Archäologie Sachsen. Die Kooperation beinhaltet die wissenschaftliche Weiterentwicklung digitaler Dokumentations- und Fernerkundungsverfahren, kann jedoch gesetzlich vorgeschriebene Rettungsgrabungen bei Bauvorhaben nicht ersetzen. Wir haben den Artikel am 16. Juli 2026 umfassend überarbeitet, die fehlerhaften Passagen korrigiert und bitten für den ursprünglichen Fehler um Entschuldigung.

Dresden. Wie lässt sich unser reiches historisches Erbe dokumentieren und schützen, während sich die Welt um uns herum rasant weiterentwickelt? Eine Antwort darauf liefert die engere Verzahnung von Wissenschaft und praktischer Denkmalpflege. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden) und das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA Sachsen) haben am 10. Juli 2026 eine wegweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um ihre langjährige Partnerschaft auf ein festes, langfristiges Fundament zu stellen.

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Was trocken klingt, sichert modernste Standards für die Erfassung sächsischer Bodendenkmale und bietet Studierenden eine erstklassige, praxisnahe Ausbildung.

High-Tech im Dienst der Vergangenheit

Im Kern der Kooperation steht der Austausch von technologischer Expertise und praktischer Erfahrung. Die moderne Archäologie ist längst im digitalen Zeitalter angekommen. Um historische Funde und Grabungsstätten präzise und effizient zu erfassen, kommen hochentwickelte geodätische Verfahren zum Einsatz.

Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen auf:

  • 3D-Laserscanning und Photogrammetrie: Zur millimetergenauen, dreidimensionalen Erfassung von Fundstücken und Ausgrabungsschnitten vor Ort.
  • Zerstörungsfreie Fernerkundung: Durch die Auswertung von Luft-, Satelliten- und LiDAR-Daten können archäologische Strukturen im Boden erkannt werden, ohne dass physisch in das Erdreich eingegriffen werden muss.

Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik betont die Bedeutung dieser Methoden: „An erster Stelle stehen Schutz und Erhalt von Bodendenkmalen und dazu ist das präzise Erfassen und Dokumentieren notwendige Voraussetzung. Wir sind dankbar, zahlreiche hochtechnologische Verfahren der HTW Dresden in Anspruch nehmen zu können [...]“

Ein Gewinn für die Lehre und den Nachwuchs

Neben der gemeinsamen Forschung steht vor allem die Förderung junger Talente im Fokus. Für die rund 4.800 Studierenden der HTW Dresden – insbesondere an der Fakultät Geoinformation- bietet die Vereinbarung hervorragende Perspektiven:

  • Echte Praxisprojekte: Studierende können im Rahmen von Praktika und Abschlussarbeiten direkt mit realen Daten und modernsten Geräten des Landesamtes arbeiten.
  • Wissenstransfer im Hörsaal: Expertinnen und Experten des LfA bringen ihre praktische Erfahrung künftig verstärkt durch Gastvorlesungen, Exkursionen und die Bereitstellung von Geodaten in die Lehre ein.
  • Zukunftssicherung: Durch den frühen Praxisbezug werden die Fachkräfte von morgen optimal auf die Anforderungen der modernen, digitalen Denkmalpflege vorbereitet.

Fazit

Die formalisierte Partnerschaft zwischen der HTW Dresden und dem LfA Sachsen zeigt, wie eine moderne Transferhochschule und eine Landesbehörde gemeinsam Innovationen vorantreiben können. Sie sichert nicht nur die Erforschung der fast 300.000-jährigen sächsischen Geschichte mit Methoden des 21. Jahrhunderts, sondern stärkt auch Dresden als zukunftsfähigen Wissenschafts- und Ausbildungsstandort.

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