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Großreinigung am Flussufer: 1.900 Freiwillige befreien Elbwiesen von Müll

Großreinigung am Flussufer: 1.900 Freiwillige befreien Elbwiesen von Müll
Anouk Fink gehörte zu den 1.900 Helfern bei der Elbwiesenreinigung am Samstag. Foto: Anita Urbat
Von: Dresden News
Rund 1.900 Dresdnerinnen und Dresdner haben sich am vergangenen Sonnabend an der traditionellen Elbwiesenreinigung beteiligt. Entlang des 30 Kilometer langen Flussabschnitts sammelten Privatpersonen, Vereine und Organisationen tonnenweise Abfall ein. Die Stadtverwaltung zieht eine positive Bilanz und ruft zu weiteren privaten Putzaktionen auf.

Vielfältiges Engagement für den Naturschutz

Am Samstag, den 28. März 2026, verwandelten sich die Dresdner Elbwiesen in ein großflächiges Einsatzgebiet für den Umweltschutz. Das Teilnehmerfeld setzte sich in diesem Jahr besonders breit zusammen: Neben Familien und Anwohnern beteiligten sich Teams aus lokalen Unternehmen, Umweltorganisationen, Schulen, Kirchgemeinden sowie Vertreter verschiedener Parteien und Vereine an der Aktion.

Trotz der großen Resonanz förderte die Reinigung eine altbekannte Problematik zutage. Wie in den Vorjahren bildeten die Hinterlassenschaften von Freizeitaktivitäten den Großteil des Unrats. Die Helfer bargen vor allem Reste von Grillpartys, Wein- und Sektflaschen, zahllose Zigarettenkippen sowie Snack-Verpackungen und Glasscherben. Auch Plastikreste, die eine dauerhafte Belastung für das Ökosystem darstellen, wurden in großen Mengen aus dem Grasland entfernt.

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Bedeutung für das lokale Ökosystem

Die regelmäßige Reinigung der 30 Kilometer langen Elbwiesen ist weit mehr als eine rein ästhetische Maßnahme für das Stadtbild. Das Areal dient als sensibler Lebensraum für zahlreiche geschützte Pflanzen- und Tierarten. Abfälle, insbesondere Plastik und Glas, gefährden nicht nur die Tierwelt, sondern können bei Hochwasserereignissen auch in den Fluss gespült werden und so die Wasserqualität sowie nachgelagerte Ökosysteme belasten.

Die Stadtverwaltung hat den Abtransport der gefüllten Müllsäcke bereits weitgehend abgeschlossen. Um sicherzustellen, dass keine versprengten Deponien im Landschaftsschutzgebiet verbleiben, bittet die Stadt die Bevölkerung um Mithilfe. Sollten Passanten noch übersehene Müllsäcke entdecken, können diese online über den Mängelmelder des Landeshauptstadt oder telefonisch beim Abfall-Info-Telefon gemeldet werden. Die Mitarbeiter sind dort werktags zu den Kernzeiten erreichbar, um die schnelle Abholung zu koordinieren.

Unterstützung für private Initiativen

Nach dem Erfolg des zentralen Aktionstages setzt die Stadt Dresden auf die Fortführung des ehrenamtlichen Engagements. Bürgerinnen und Bürger haben ganzjährig die Möglichkeit, eigene Putzaktionen auf den Elbwiesen oder anderen öffentlichen Flächen in den Stadtbezirken und Ortschaften zu organisieren.

Die Stadtverwaltung fungiert dabei als Logistikpartner und stellt notwendige Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Zudem übernimmt die Stadt die fachgerechte Entsorgung des gesammelten Unrats. Um eine koordinierte Planung zu gewährleisten und Überschneidungen mit anderen Pflegemaßnahmen zu vermeiden, ist eine vorherige Anmeldung über das städtische Onlineportal erforderlich.

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