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Ganz ohne Chlor auf Platz 1: Dresdens Zschonergrundbad holt Titel-Hattrick!

Blick von einem grünen Hang durch Äste auf das naturbelassene Zschonergrundbad in Dresden mit grünlichem Wasser, Bepflanzung und dichten Bäumen im Hintergrund.
Ausgezeichnete Idylle: Das Zschonergrundbad im Dresdner Westen wurde 2026 zum dritten Mal in Folge als beliebtestes Freibad Deutschlands gekürt. Dresdens einziges biologisches Naturbad wird von der Stadt mit 113.000 Euro gefördert. Foto: Lebenshilfe Dresden
Von: Dresden News
226.000 Bewertungen, 255 Freibäder, ein Sieger: Zum dritten Mal in Folge führt das Dresdner Zschonergrundbad das bundesweite Ranking an. Dass es das Bad überhaupt noch gibt, verdankt es engagierten Bürgern, die es vor dem Verfall retteten.

Dresden. Das Zschonergrundbad im Dresdner Westen bleibt Spitzenreiter: 2026 hat sich das idyllische Bad zum dritten Mal in Folge den Titel als beliebtestes Freibad Deutschlands gesichert. Ermittelt hat das Ranking der Reiseveranstalter Fit Reisen, der dafür nach eigenen Angaben mehr als 226.000 Google-Bewertungen von 255 Freibädern auswertete.

Dresdens einziges Naturbad mit biologischer Selbstreinigung

Das Zschonergrundbad ist kein gewöhnliches Freibad: Es ist das erste und bislang einzige Naturbad Dresdens mit biologischer Selbstreinigung. Statt Chlor sorgen Pflanzen und Mikroorganismen für sauberes Wasser. Das Badwasser wird beständig über einen Pflanzenbereich und einen Kiesfilter umgewälzt, wo Bakterien und Pilze organische Stoffe abbauen. Auf einer Gesamtwasserfläche von rund 1.190 Quadratmetern gibt es einen Schwimmerbereich mit 33-Meter-Bahn und Sprunggrube, einen Nichtschwimmerbereich und einen gekiesten Strand. Ausgelegt ist die Anlage auf 350 Tagesgäste im Regelbetrieb.

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Vom Dornröschenschlaf zurück ins Wasser

Dass das Bad diesen Titel überhaupt tragen kann, war lange alles andere als sicher. 1927 errichtet, schloss es im Herbst 1988 und fiel für Jahrzehnte in einen tiefen Dornröschenschlaf. Nach der Wende wollten sich die Briesnitzer Bürger damit nicht abfinden und gründeten 1996 einen Verein zum Wiederaufbau - heute der NaturKulturBad Zschonergrund e. V. Es folgten Jahre des Ringens um Mitstreiter, Spenden und Genehmigungen.

Erst im Juni 2009 kam die Baugenehmigung für den Naturschwimmbereich, und noch einmal sechs Jahre später, am 1. Juni 2015, öffnete das Freibad wieder für alle. Damit die Sanierung gelingen konnte, hatte die Stadt bereits 1999 ein Erbbaurecht an den Grundstücken bestellt - befristet bis zum 31. Dezember 2064. Betrieben wird das Bad heute von der Zschoner Grund Dienstleistungs gGmbH, einer Tochter der Lebenshilfe Dresden.

Stadt sichert den Betrieb mit rund 113.000 Euro

Damit der Badbetrieb gesichert bleibt, kommt nun eine Vorlage in den Stadtrat: Für 2026 soll die Zuwendung zur Betreibung des Bades in Höhe von rund 113.000 Euro fortgesetzt werden. „Das Zschonergrundbad erfreut sich einer großen Beliebtheit und gehört unverzichtbar zur Dresdner Bäderlandschaft dazu", erklärt Sportbürgermeister Jan Donhauser. Auch im Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028 sei die Zuwendung in dieser Höhe enthalten.

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