Wer dieser Tage durch Dresden fährt, kennt das Gefühl: ein Rumpeln, ein Schlag, ein Fluch. Der vergangene Winter mit seinen häufigen Frost-Tau-Wechseln hat auf vielen Straßen tiefe Narben hinterlassen. Das Straßen- und Tiefbauamt spricht bereits jetzt – die vollständige Bestandsaufnahme läuft noch – von einer überdurchschnittlich hohen Schadensbilanz im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders betroffen sind Straßen mit älterem Asphaltaufbau, die schon zuvor Verschleißerscheinungen zeigten.
Wer ein Schlagloch kennt, kann es melden
Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anzupassen – und auf die Arbeiter zu achten, die ihre Reparaturen unter laufendem Verkehr durchführen. Wer Schäden meldet, tut der Stadt einen Gefallen: Hinweise nimmt der Mängelmelder unter dresden.de/maengelmelder entgegen. Für bereits eingegangene Meldungen bedankt sich die Stadtverwaltung – und bittet um Geduld.
Sensor soll künftig Schäden vorhersagen.
Langfristig will Dresden smarter werden beim Thema Straßenerhalt. Im Rahmen des Smart-City-Modellprojekts arbeitet die Stadt an einer softwaregestützten Instandsetzung. In ausgewählten Straßen werden Sensoren eingebaut, die Achslasten des Lkw-Verkehrs und Temperaturen in verschiedenen Asphaltschichten messen – und künftig Prognosen ermöglichen sollen, welche Straßen wann ertüchtigt werden müssen. Die erste Messstelle steht an der Tharandter Straße kurz vor der Stadtgrenze zu Freital, eine zweite entsteht gerade an der Dohnaer Straße. Weitere Informationen gibt es unter smartcity.dresden.de.