Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Dresden News

Flickwerk überall: Warum Dresdens Straßen jetzt Probleme machen

Flickwerk überall: Warum Dresdens Straßen jetzt Probleme machen
Frost, Tauwetter, Risse: Der Winter hinterlässt seine Spuren im Asphalt – in Dresden ist die Schadensbilanz in diesem Jahr überdurchschnittlich hoch. Symbolbild: pixabay/PublicDomainPictures
Von: Cornelius de Haas
Der Frost-Tau-Winter hat Dresdens Straßen übel zugesetzt. Die Schadenbilanz ist überdurchschnittlich hoch, die Reparaturtrupps sind bereits unterwegs.

Wer dieser Tage durch Dresden fährt, kennt das Gefühl: ein Rumpeln, ein Schlag, ein Fluch. Der vergangene Winter mit seinen häufigen Frost-Tau-Wechseln hat auf vielen Straßen tiefe Narben hinterlassen. Das Straßen- und Tiefbauamt spricht bereits jetzt – die vollständige Bestandsaufnahme läuft noch – von einer überdurchschnittlich hohen Schadensbilanz im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders betroffen sind Straßen mit älterem Asphaltaufbau, die schon zuvor Verschleißerscheinungen zeigten.

Mehr aus dieser Kategorie

Heißasphalt gegen Schlaglöcher

Der städtische Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen ist bereits im Einsatz. Hauptmittel der Wahl ist Heißasphalt, besonders prekäre Stellen werden kurzfristig mit Kaltmischgut verfüllt. Gearbeitet wird im gesamten Stadtgebiet, aber mit Priorität: zuerst das Hauptstraßennetz und die ÖPNV-Strecken.

Schnell geht das alles nicht. Für fachgerechte Reparaturen braucht es Trockenheit und dauerhaft positive Temperaturen – die Arbeiten werden noch mindestens den gesamten März in Anspruch nehmen. Parallel räumen die Mitarbeiter den Winterdienst weg: Schneefangzäune werden abgebaut, Streugutkisten eingelagert.

Wer ein Schlagloch kennt, kann es melden

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anzupassen – und auf die Arbeiter zu achten, die ihre Reparaturen unter laufendem Verkehr durchführen. Wer Schäden meldet, tut der Stadt einen Gefallen: Hinweise nimmt der Mängelmelder unter dresden.de/maengelmelder entgegen. Für bereits eingegangene Meldungen bedankt sich die Stadtverwaltung – und bittet um Geduld.

Sensor soll künftig Schäden vorhersagen.

Langfristig will Dresden smarter werden beim Thema Straßenerhalt. Im Rahmen des Smart-City-Modellprojekts arbeitet die Stadt an einer softwaregestützten Instandsetzung. In ausgewählten Straßen werden Sensoren eingebaut, die Achslasten des Lkw-Verkehrs und Temperaturen in verschiedenen Asphaltschichten messen – und künftig Prognosen ermöglichen sollen, welche Straßen wann ertüchtigt werden müssen. Die erste Messstelle steht an der Tharandter Straße kurz vor der Stadtgrenze zu Freital, eine zweite entsteht gerade an der Dohnaer Straße. Weitere Informationen gibt es unter smartcity.dresden.de.

Cornelius de Haas
Artikel von

Cornelius de Haas

Cornelius de Haas ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.