Dresden. Es waren Kinder, die den Rauch zuerst bemerkten. Ein Waldkindergarten meldete am Mittwochvormittag gegen 10:09 Uhr ein Feuer in der Dresdner Heide, Höhe Zeile 20. Auf rund 50 Quadratmetern hatte sich der Waldboden entzündet - warum, ist bislang unklar.
Die Feuerwehren aus Striesen, der Altstadt und die Stadtteilfeuerwehr Bühlau rückten an und nahmen die Flammen sofort in die Zange. Damit sich das Feuer nicht weiterfraß, gingen die Kräfte es gleichzeitig von mehreren Seiten an - mit Kleinlöschgeräten, aber auch mit Spaten und Hacken. Nach gut einer Stunde war der Brand aus. Anschließend kämmten die Einsatzkräfte den Boden nach versteckten Glutnestern durch und löschten sie gezielt ab. Verletzt wurde niemand; die Polizei ermittelt zur Ursache.
Der Einsatz war kein Einzelfall. Schon am Vortag rückte die Feuerwehr Dresden zu zahlreichen Vegetationsbränden aus - teils gleichzeitig, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Ein ungewöhnliches Bild, wie die Feuerwehr betont. Der Grund: Dresden befindet sich derzeit in Waldbrandgefahrenstufe 4, der zweithöchsten von fünf Stufen. „Die letzten zwei Tage haben ganz klar gezeigt, dass es keine abstrakte Gefahr ist", sagte Feuerwehrsprecher Michael Klahre.