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Sieben Brände an einem Tag: Warum die Feuerwehr Dresden jetzt eindringlich warnt

Ein brennender Pkw auf einem Parkplatz während eines Feuerwehreinsatzes, Einsatzkräfte der Feuerwehr Dresden löschen das Fahrzeug unter Atemschutz.
Pkw-Brand in Friedrichstadt: Die Feuerwehr Dresden beim Löscheinsatz eines brennenden Autos auf einem Parkplatz. Foto: Feuerwehr Dresden/Roland Halkasch
Von: Dresden News
Brennende Hecken, glimmende Wiesen, ein Auto in Vollbrand: Die Hitze hat Dresdens Feuerwehr einen Tag und eine Nacht lang in Atem gehalten. An einer Einsatzstelle griffen Anwohner kurzerhand selbst ein - sogar mit dem eigenen Schuhwerk.

Dresden. Die anhaltende Trockenheit fordert die Dresdner Feuerwehr. Am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch rückten die Einsatzkräfte zu einer ganzen Serie von Vegetations- und Kleinbränden aus - über das gesamte Stadtgebiet verteilt brannten Hecken, Grünflächen, Gebüsche, Müllbehälter und ein Auto. Verletzt wurde dabei niemand.

Den Auftakt machte am Vormittag eine rund zehn Meter lange Hecke zwischen zwei Wohnhäusern an der Wunderlichstraße in Loschwitz, die Anwohner noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr weitgehend selbst löschten. Am Nachmittag entdeckten Einsatzkräfte nahe den Kiesgruben in Laubegast eine etwa 20 Quadratmeter große verbrannte Fläche und löschten mit Wasser direkt aus der angrenzenden Grube nach. Am Abend folgten weitere Brände an der Jakobsgasse in der Seevorstadt - wo Pollenflug der umliegenden Pappeln die Ausbreitung begünstigte -, auf einem Spielplatz an der Wurzener Straße in Pieschen sowie an einer Hecke am Sonnigen Weg in Dobritz.

Der wohl bemerkenswerteste Einsatz spielte sich am frühen Abend an der Reicker Straße in Strehlen ab. Bürgerinnen und Bürger winkten ein zufällig vorbeifahrendes Fahrzeug der Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz heran und meldeten einen Wiesenbrand. Auf einer Grünfläche glommen über rund 50 Meter mehrere Brandstellen - nach ersten Erkenntnissen hatte jemand mit einer bengalischen Fackel trockene Vegetation entzündet. Unter Anleitung eines Feuerwehrmanns halfen Anwohner mit Wassereimern aus, und kurzerhand auch mit „Schuhgröße 48". Gemeinsam waren die Glutnester schnell abgelöscht. Die Polizei ermittelt.

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In der Nacht wurde es dann gefährlich: Auf einem Parkplatz an der Wachsbleichstraße in Friedrichstadt geriet ein Pkw in Vollbrand, die Hitze drohte auf benachbarte Fahrzeuge überzugreifen, zusätzlich brannte ein Müllcontainer direkt vor dem Wohnhaus. Die Feuerwehr verhinderte unter Atemschutz ein Übergreifen der Flammen. Während der Löscharbeiten ging die Meldung über einen weiteren Mülltonnenbrand auf der nahen Schäferstraße ein – ein Löschfahrzeug wurde kurzerhand aus dem laufenden Einsatz abgezogen und dorthin geschickt. Auch hier ermittelt die Polizei zur Ursache.

Hinter der Häufung steht die Witterung: Für die Region Dresden gilt derzeit die Waldbrandgefahrenstufe 4, also „hohe Gefahr". „Besonders trockene Vegetation, Hecken und Pollenansammlungen können sich derzeit innerhalb kürzester Zeit entzünden", warnt Feuerwehrsprecher Michael Klahre und bittet, schon kleinste Rauchentwicklungen sofort über den Notruf 112 zu melden. Die Feuerwehr rät zudem, kein offenes Feuer auf trockenen Flächen zu entzünden, Zigarettenkippen nicht achtlos wegzuwerfen, Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abzustellen und nur an ausgewiesenen Stellen zu grillen.

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