Dresden. Die anhaltende Trockenheit fordert die Dresdner Feuerwehr. Am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch rückten die Einsatzkräfte zu einer ganzen Serie von Vegetations- und Kleinbränden aus - über das gesamte Stadtgebiet verteilt brannten Hecken, Grünflächen, Gebüsche, Müllbehälter und ein Auto. Verletzt wurde dabei niemand.
Den Auftakt machte am Vormittag eine rund zehn Meter lange Hecke zwischen zwei Wohnhäusern an der Wunderlichstraße in Loschwitz, die Anwohner noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr weitgehend selbst löschten. Am Nachmittag entdeckten Einsatzkräfte nahe den Kiesgruben in Laubegast eine etwa 20 Quadratmeter große verbrannte Fläche und löschten mit Wasser direkt aus der angrenzenden Grube nach. Am Abend folgten weitere Brände an der Jakobsgasse in der Seevorstadt - wo Pollenflug der umliegenden Pappeln die Ausbreitung begünstigte -, auf einem Spielplatz an der Wurzener Straße in Pieschen sowie an einer Hecke am Sonnigen Weg in Dobritz.
Der wohl bemerkenswerteste Einsatz spielte sich am frühen Abend an der Reicker Straße in Strehlen ab. Bürgerinnen und Bürger winkten ein zufällig vorbeifahrendes Fahrzeug der Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz heran und meldeten einen Wiesenbrand. Auf einer Grünfläche glommen über rund 50 Meter mehrere Brandstellen - nach ersten Erkenntnissen hatte jemand mit einer bengalischen Fackel trockene Vegetation entzündet. Unter Anleitung eines Feuerwehrmanns halfen Anwohner mit Wassereimern aus, und kurzerhand auch mit „Schuhgröße 48". Gemeinsam waren die Glutnester schnell abgelöscht. Die Polizei ermittelt.