Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Dresden News

Eichenprozessionsspinner im Großen Garten Dresden entdeckt

Ein dichtes Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners mit zahlreichen behaarten Raupen am hölzernen Stamm einer Eiche im Großen Garten Dresden.
Achtsamkeit im Großen Garten: In Dresdens grüner Lunge sind typische Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners entdeckt worden. Foto: Schlösserland Sachsen
Von: Cornelius de Haas
Wer am Wochenende durch den Großen Garten spaziert, bleibt besser auf den Wegen. Ab Freitag rückt eine Spezialfirma aus, um die ersten Nester aus den Eichen zu saugen.

Dresden. Mit Schutzanzug und Sauggerät klettern von Freitag an Spezialisten in die alten Eichen des Großen Gartens. Der Grund: Im Park sind die ersten Nester des Eichenprozessionsspinners aufgetaucht - und die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG) lässt sie entfernen, bevor sich die Raupen weiter ausbreiten. Ab Freitag, dem 5. Juni, ist eine beauftragte Spezialfirma im Einsatz, wie die SBG mitteilte, die den Park bewirtschaftet.

Wo die Nester im Großen Garten entdeckt wurden

Die Mitarbeiter der Firma saugen die Nester mit Schutzausrüstung aus den Bäumen. Gefunden wurden sie bislang an den Torhäusern sowie in der Nähe des Botanischen Gartens und des Carolaschlösschens. Mit weiteren Vorkommen rechne man im gesamten Park, so die SBG. Die Beseitigung dürfte sich daher über die kommenden Wochen hinziehen.

Mehr aus dieser Kategorie

Warum der Eichenprozessionsspinner als Gesundheitsrisiko gilt

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen sich vor allem auf Eichen ansiedeln und in langen Reihen über Stämme und Äste ziehen – daher der Name. Problematisch sind weniger die Tiere selbst als ihre feinen Brennhaare. Diese könnten allergische Reaktionen wie Hautausschläge und Atemwegsprobleme auslösen, heißt es vonseiten der SBG. Gefährdet seien Menschen und Tiere, die mit den Härchen in Kontakt kommen.

Die Brennhaare lösen sich leicht und lassen sich über die Luft verteilen. Auch verlassene Nester bleiben deshalb längere Zeit reizend. Bundesweit treten die Raupen meist zwischen Mai und Juli auf, in warmen und trockenen Frühjahren oft besonders zahlreich.

So sollten sich Besucher im Großen Garten verhalten

Die SBG bittet Gäste, auf den Wegen zu bleiben, Abstand zu Eichen zu halten und Nester wie Raupen keinesfalls zu berühren. Wer nach einem möglichen Kontakt Beschwerden bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen; Hunde gehören in den betroffenen Bereichen an die Leine.

Wer im Park ein Nest entdeckt, kann dies per E-Mail an grosser.garten@schloesserland-sachsen.de melden. Bis zum Abschluss der Arbeiten gilt: Augen auf, Abstand halten.

Bleiben Sie achtsam - und genießen Sie den Großen Garten am besten mit etwas Abstand zu den Eichen.

Cornelius de Haas
Artikel von

Cornelius de Haas

Cornelius de Haas ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.