Kinder durften selbst planen: Dresdens 200.000-Euro-Spielparadies ist fertig
Dresden. Klettern, hangeln, balancieren oder sich einfach nur verstecken: Nach der erfolgreichen Bauabnahme hat die Stadt Dresden ein neues Großspielgerät auf dem Spielplatz Asternweg/Am Gorbitzbach zur Nutzung freigegeben. Die direkt am Wasser in der Nähe der Braunsdorfer Straße gelegene Anlage bietet Kindern ab sofort Herausforderungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Die Gestaltung der Anlage überließ die Stadtverwaltung nicht dem Zufall. Im November des vergangenen Jahres rief das Rathaus zu einer Bürgerbeteiligung direkt auf der Spielplatzfläche auf. Kinder und deren Eltern brachten dabei konkrete Vorstellungen für die Neugestaltung ein. Ganz oben auf der Wunschliste stand der Erhalt der markanten großen Tunnelrutsche. Zudem wünschten sich die künftigen Nutzer eine Kletteranlage, die der alten ähnelt, idealerweise ergänzt durch ein Baumhaus und zusätzliche Kletterelemente. Diese Vorgaben aus der Nachbarschaft flossen direkt in die Planungen des neuen Gerüsts ein.
Stadt und Bezirk investieren 200.000 Euro
Insgesamt schlägt das Projekt mit rund 200.000 Euro zu Buche. Allein das neue Großspielgerät und dessen Aufbau kosteten 160.000 Euro. Der Stadtbezirk Cotta unterstützte das Vorhaben finanziell und stockte die Mittel des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft um 40.000 Euro auf. Die restlichen Gelder aus dem städtischen Haushalt deckten den Rückbau und die Entsorgung der maroden Altanlage, den kompletten Austausch des Fallschutzmaterials sowie den Bau einer Pflegezufahrt an der Braunsdorfer Straße, die sich aktuell noch in der Fertigstellung befindet.
Mit der Freigabe des Klettergerüsts ist die Aufwertung des Areals noch nicht abgeschlossen. Basierend auf weiteren Anregungen aus der Bürgerbeteiligung plant die Stadt, zeitnah eine neue Schaukel sowie eine Sandspielfläche auf dem Gelände zu installieren.
Bewegte Geschichte der Anlage
Der Spielplatz blickt auf eine längere Historie im Stadtteil zurück. Im Jahr 1996 entstand das Areal mithilfe von Städtebaufördermitteln. Bereits 2010 musste das erste Großspielgerät ersetzt werden. Die Stadt wählte damals eine unkonventionelle Lösung: Das Spielgerät „Burggang“ wurde vom Spielplatz an der Wallstraße im Dresdner Zentrum abgebaut und nach Gorbitz umgesiedelt. Dort leistete es mehr als ein Jahrzehnt lang gute Dienste, bis starker Verschleiß nun den kompletten Neubau unumgänglich machte.