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Dresden verbietet die Wasserentnahme aus Gewässern

Blick über das extreme Niedrigwasser der Elbe auf die Silhouette der Dresdner Altstadt mit der Frauenkirche unter blauem Sommerhimmel. Im Vordergrund liegt eine breite, steinige Kiesbank komplett trocken.
Historische Kulisse, alarmierender Pegel: Die anhaltende Trockenheit im Sommer 2026 lässt das Flussbett der Elbe (Pegel am Donnerstag um 8.45 Uhr: 64 cm) vor der Dresdner Altstadt weitgehend trockenfallen. Ab sofort gilt im gesamten Stadtgebiet ein striktes Wasserentnahmeverbot. Foto: CdH
Von: Dresden News
Pumpen aus, Eimer weg: In Dresden darf bis Ende Oktober kein Wasser mehr aus Bächen und Flüssen entnommen werden. Grund sind niedrige Pegel nach Monaten mit zu wenig Regen.

Dresden. Wer seinen Garten mit Wasser aus dem nahen Bach gießt, muss damit aufhören. Von Mittwoch, 24. Juni, bis zum 31. Oktober darf im gesamten Stadtgebiet kein Wasser mehr aus oberirdischen Gewässern entnommen werden, das hat die Untere Wasserbehörde der Landeshauptstadt Dresden angeordnet. 

Grund seien die anhaltende Trockenheit und zu niedrige Pegel: Viele der mehr als 500 Bäche und Flüsse in der Stadt führten zu wenig Wasser oder seien teilweise ausgetrocknet. Daran werde auch der Regen der vergangenen Wochen nach den Wetterprognosen nichts ändern.

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Das Verbot gilt für größere Flüsse wie Weißeritz, Lockwitzbach und Prießnitz ebenso wie für kleine Läufe wie den Weißiger Dorfbach. Untersagt ist sowohl das Abpumpen als auch das Schöpfen mit Eimer oder Kanne. Ausgenommen sind nur Entnahmen mit einer wasserrechtlichen Erlaubnis, deren Auflagen weiter gelten. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von mindestens 50 Euro.

Trockenheit in Dresden: Die Lage der vergangenen Jahre

Solche Sperren sind in Dresden kein Einzelfall mehr. Auch 2023, 2024 und 2025 verhängte die Wasserbehörde ein Entnahmeverbot, in diesem Jahr fiel der Beginn mit dem 24. Juni jedoch früher als zuvor: 2023 griff das Verbot ab Mitte Juli, 2024 erst ab Mitte August, 2025 ab dem 1. Juli. Im Herbst 2024 hob die Stadt die Sperre nach ergiebigem Regen sogar vorzeitig wieder auf.

Das Grundwasser ist bislang nicht betroffen. Die Stände an den städtischen Messstellen lägen dennoch weit unter dem langjährigen Monatsmittel; die besonders niedrigen Werte der Dürrejahre 2018 bis 2020 seien aber noch nicht erreicht.

Wasser sparen im Garten: Tipps vom Umweltamt

„Gehen Sie bitte stets sorgsam und sparsam mit dem Wasser um", appellierte Umweltamtsleiter René Herold. Das Amt rät, zum Gießen vorzugsweise aufgefangenes Regenwasser zu verwenden und Pflanzen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu wässern, um Verdunstung zu verringern.

Die Allgemeinverfügung steht im digitalen Amtsblatt sowie unter www.dresden.de/gewaesser. Fragen und Anträge auf eine wasserrechtliche Erlaubnis nimmt das Umweltamt unter umwelt.recht1@dresden.de entgegen; bei neuen Erlaubnissen sei in der aktuellen Lage mit Einschränkungen zu rechnen.

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