Dresdens Superblitzer "167" wieder an gewohnter Stelle aktiv
Dresden. Es gibt Urlauber, die Jahr für Jahr die Sommerferien am selben Ort verbringen. Und es gibt Superblitzer, die es ganz ähnlich halten. Dresdens Messanhänger „HWI VE 167" gehört ganz offensichtlich zur zweiten Sorte: In dieser Woche ist er an einen Ort zurückgekehrt, den er bestens kennt - die Reicker Straße in Strehlen.
Es ist ein Wiedersehen mit Muster. Schon im Juni 2025 stand „167" an genau dieser Stelle zwischen Hausnummer 30 und 32, ging hier auf Fotojagd. Gut ein Jahr später ist der Anhänger nun zurück - was im vergangenen Sommer gut funktioniert hat, wird in diesem August schlicht wiederholt.
Bemerkenswert ist das gerade deshalb, weil „167" sonst als notorischer Wanderer gilt. Zuletzt hatte er sich sogar auf die Striesener Straße gewagt und dort ungewohnt Tempo-50-Sünder ins Visier genommen. Jetzt ist er zurück in seiner Komfortzone - der 30er-Zone.
Kein Zufall: Der Stammplatz liegt an einem Kindergarten
Konkret heißt das für alle Autofahrer: Wer stadtauswärts unterwegs ist und in Höhe der Eugen-Bracht-Straße zu viel Gas gibt, bekommt teure Post. Erlaubt sind hier 30 Stundenkilometer.
Und dieses Tempo 30 ist kein Bürokraten-Einfall. Der Anhänger steht in unmittelbarer Nähe eines Kindergartens - genau dort, wo langsames Fahren am meisten zählt. Ein Lieblingsplatz von „167" ist damit weniger Schikane als bewusst gewählte Adresse.
Wie teuer ein kurzer Moment der Unachtsamkeit wird, hängt am Tacho: Elf bis 15 km/h zu viel kosten 50 Euro, ab 16 km/h sind es 70 Euro. Bei 21 km/h drüber werden 115 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig, ab 26 km/h dann 180 Euro und ein Punkt - und wer 31 km/h zu schnell ist, zahlt 260 Euro, kassiert zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.
Wo die anderen Superblitzer in Dresden stehen
Allein auf Streife ist „167" dabei nicht: Seine beiden Kollegen sind ebenfalls im Einsatz. Der graue „159" steht seit vergangener Woche im Dresdner Westen, auf der Dresdner Straße kurz hinter der Schulstraße Richtung Meißen - dort mit einer Nacht-Falle, die auf die Uhr schaut, weil das Limit ab 22 Uhr von 50 auf 30 fällt. Und der olivgrüne „213" lauert in der Südvorstadt, wo er an der Chemnitzer Straße besonders tückisch blitzt - dort gilt nicht Tempo 50, sondern nur 40.
Bleibt zum Schluss ein Rat, der an dieser Adresse besonders gilt: Fuß vom Gas - erst recht dort, wo die Kleinsten unterwegs sind. Alle weiteren Standorte und was sonst in der Stadt passiert, findet ihr in den Dresden News.