Sinkende Geburtenzahlen zwingen die Stadt Dresden zum Umbau ihrer Betreuungslandschaft. Was geplant ist, wen es trifft – und was die Politik fordert.
Die Ausgangslage: Immer weniger Kinder
Dresden bekommt spürbar weniger Nachwuchs. 2020 wurden noch 6.219 Kinder geboren, 2025 waren es nur noch 4.103 – und die Prognose für 2026 geht weiter nach unten: auf etwa 4.050 Geburten. Das ist keine kurzfristige Delle, sondern ein anhaltender Trend, der die Stadtplanung grundlegend verändert. Die Stadt geht allerdings davon aus, dass das Geburtentief erreicht ist und die Zahl der Neugeborenen bis 2040 wieder langsam steigt – wenn auch nicht so stark wie bisher angenommen.
Die Folge: Dresdner Kitas haben deutlich zu viele Plätze. Im kommenden Schuljahr werden laut Berechnung der Stadt 25.269 Betreuungsplätze benötigt – die derzeit 301 Einrichtungen bieten jedoch 31.027 Plätze an. Im Schuljahr 2027/28 gibt es damit etwa 6.800 Plätze zu viel, bis 2029/30 wächst das Überangebot auf rund 7.500 Plätze an. Ohne Gegensteuern würden Einrichtungen zunehmend leer stehen – bei gleichbleibend hohen Kosten.