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Dresden: Mittelalterliches Pergament im Stadtarchiv entdeckt

Eingangsbereich des Stadtarchivs Dresden in der Elisabeth-Boer-Straße mit der blauen Gedenktafel „Neun Meter Vierzig“ zur Jahrhundertflut 2002.
Schauplatz spannender Geschichte: Im Stadtarchiv Dresden an der Elisabeth-Boer-Straße wird am 21. April das neu entdeckte Pergamentfragment aus dem 13. Jahrhundert der Öffentlichkeit präsentiert. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Ein im 17. Jahrhundert wiederverwendetes Schriftstück aus dem 13. Jahrhundert sorgt für neue Einblicke in die Geschichte.

Dresden. Das Stadtarchiv Dresden lädt am 21. April 2026 zu einem Vortragsabend über einen außergewöhnlichen Fund ein: ein Pergamentfragment aus dem 13. Jahrhundert, das erst 2024 in Archivbeständen entdeckt wurde.

Versteckt im Einband entdeckt

Das Schriftstück war jahrhundertelang unbemerkt geblieben, da es im 17. Jahrhundert als Einbandmaterial für Akten wiederverwendet worden war. Erst kürzlich identifizierten Experten das Fragment und konnten Herkunft sowie Inhalt klären.

Es handelt sich um eine Abschrift eines Kommentars des jüdischen Gelehrten Menahem Ben Shlomo zum biblischen Exodus. Der Fund gilt als bedeutendes Zeugnis jüdischer Gelehrsamkeit mit Bezug zur Dresdner Geschichte.

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Einordnung durch Experten

Referent des Abends ist Judaist und Theologe Andreas Lehnardt von der Universität Mainz. In seinem Vortrag ordnet er den Fund in den größeren Zusammenhang ähnlicher Entdeckungen in deutschen Archiven ein.

Die Veranstaltung ist Teil des Themenjahres „TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“.

Termin und Eintritt

  • Datum: 21. April 2026
  • Uhrzeit: 18:00 Uhr
  • Ort: Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1
  • Eintritt: frei

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Dresdner Geschichte und jüdische Kultur interessieren.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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