Dresden: Großbrand legt vier Straßenbahn-Linien lahm
Dresden. Es waren nur Minuten, die über viel entschieden: Als am Montagmorgen, dem 8. Juni, in der vierten Etage eines Mehrfamilienhauses an der Hoyerswerdaer Straße ein Feuer ausbrach, brachte sich eine Bewohnerin rechtzeitig in Sicherheit. Sie blieb unverletzt.
Kurz nach 8:25 Uhr rückten die Einsatzkräfte an - und schon vor der Tür lag beißender Brandgeruch in der Luft. Zwei Trupps kämpften sich unter Atemschutz in die völlig verqualmte Wohnung vor, in der die Sicht so schlecht war, dass die Feuerwehrleute den Brandherd kaum ausmachen konnten. Erst als sie eine Öffnung schufen und der giftige Rauch abziehen konnte, kehrte Übersicht ein. Zugleich erkundete ein Trupp die Lage von außen über die Drehleiter.
Mit einem Strahlrohr brachten die Kräfte das Feuer schließlich unter Kontrolle und verhinderten, dass es auf den Dachstuhl übergriff. Das Löschwasser zog allerdings eine zweite Wohnung in Mitleidenschaft. Die Brandwohnung selbst ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Was das Feuer auslöste, ermittelt nun die Polizei.
Warum für die Löscharbeiten der Bahnstrom abgeschaltet werden musste
Der Einsatz reichte weit über das Haus hinaus: Für die Drehleiter musste die Oberleitung abgeschaltet und geerdet werden, die Hoyerswerdaer Straße war voll gesperrt. Die Straßenbahnlinien 6, 8, 11 und 13 standen zeitweise still, stadteinwärts stauten sich die Bahnen ab der Waldschlößchenbrücke. Erst gegen 10:23 Uhr rollte der Verkehr wieder. Im Einsatz waren rund 30 Kräfte mehrerer Feuer- und Rettungswachen.