Dresden baut Netz gegen Einsamkeit aus – 25 Treffpunkte für ältere Menschen
In Dresden gibt es derzeit 25 kommunal geförderte Begegnungs- und Beratungszentren für ältere Menschen. Die Einrichtungen sollen helfen, soziale Isolation zu verringern und Anlaufstellen im Alltag bieten – nicht nur für Seniorinnen und Senioren, sondern auch für andere Altersgruppen.
Nach Angaben der Stadt leben rund 160.000 Menschen über 60 Jahre in Dresden. Die Zentren sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt, von der Innenstadt bis in die äußeren Stadtteile wie Klotzsche, Pieschen oder Leuben. Betrieben werden sie unter anderem von Wohlfahrtsverbänden wie DRK, AWO, Volkssolidarität und ASB.
Treffpunkte mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Die Angebote reichen von klassischen Begegnungscafés über Freizeitgruppen bis hin zu speziellen Projekten. In Cotta etwa gibt es einen sogenannten „Männerschuppen“, in dem ältere Männer gemeinsam in einer Holzwerkstatt arbeiten. Andere Standorte setzen auf Gesundheitsangebote wie Kneipp-Anwendungen oder Trauercafés für Menschen in belastenden Lebenssituationen.
Ein wachsender Teil der Arbeit zielt darauf ab, Generationen zusammenzubringen. In einem Projekt in Cotta treffen sich etwa Senioren regelmäßig mit Kindern aus einer nahegelegenen Kita. In der Neustadt wiederum gibt es ein Sprachcafé, in dem Menschen mit und ohne Migrationserfahrung ins Gespräch kommen.
Beratung zu Alltag, Pflege und Digitalisierung
Neben Freizeitangeboten bieten die Zentren auch Beratung an – etwa beim Übergang in den Ruhestand, bei Fragen zu Pflege oder Wohnen im Alter. Auch der Umgang mit digitalen Geräten spielt eine zunehmende Rolle, etwa in Kursen zu Smartphone- oder Internetnutzung.