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Deutschlandticket-Millionen für die DVB: Grüne fordern Transparenz von Dresdens OB

Dreigeteilte Collage: Links fährt eine gelbe DVB-Straßenbahn der Linie 12. Rechts oben ist Grünen-Politikerin Susanne Krause zu sehen, darunter Oberbürgermeister Dirk Hilbert bei einer Ansprache mit Mikrofon vor einem gelben Dresden-Logo.
Streit um DVB-Finanzen: Grünen-Sprecherin Susanne Krause fordert von OB Dirk Hilbert, Nachzahlungen des Bundes für das Deutschlandticket komplett an die DVB weiterzuleiten, um drohende Kürzungen im Straßenbahn- und Busnetz zu verhindern. Fotos: CdH, Juliane Mostertz von FOTOGRAFISCH/Grüne Fraktion Dresden
Von: Cornelius de Haas
Der Bund zahlt der DVB Geld für in Dresden verkaufte Deutschlandtickets nach. Die Grünen im Stadtrat verlangen, dass die Mittel vollständig bei den Verkehrsbetrieben bleiben, und werfen dem OB fehlende Transparenz vor.

Dresden. Die Grünen-Fraktion im Stadtrat fordert, dass Ausgleichszahlungen des Bundes für das Deutschlandticket in voller Höhe bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) ankommen. Anlass sind Berichte der Dresdner Neuesten Nachrichten und der Sächsischen Zeitung über Nachzahlungen aus Berlin für in Dresden verkaufte Deutschlandtickets.

„Dieses Geld muss zwingend auch bei der DVB ankommen“, erklärte Susanne Krause, Bau- und Stadtentwicklungssprecherin der Fraktion und Mitglied im DVB-Aufsichtsrat. Zusätzliche Mittel seien in der angespannten Finanzlage der Verkehrsbetriebe hilfreich. Krause verwies darauf, dass fast die Hälfte der Dresdner ein Abo der DVB nutze, sei es das Deutschlandticket, eine Abo-Monatskarte oder das Bildungsticket. Dieses Niveau lasse sich nur halten, wenn das Angebot erhalten bleibe.

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Grüne dringen auf Klarheit über die Summe

Wie hoch die Nachzahlungen tatsächlich ausfallen, ist offen. Die Dresdner Neuesten Nachrichten berichten unter Berufung auf die Landesebene, die Summe könnte über den geplanten Einsparungen von rund acht Millionen Euro liegen. Die Stadtverwaltung nennt gegenüber der Sächsischen Zeitung dagegen eine deutlich niedrigere Zahl und hält an den Kürzungen fest. Um Gewissheit zu bekommen, hat die Grünen-Fraktion eine Anfrage an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) eingereicht. Er müsse rasch offenlegen, um welche Summen es gehe und wie er das Geld verwenden wolle, so Krause. Die erste Antwort des Stadtsprechers lasse nicht auf Transparenz schließen.

Hintergrund: Streit um das DVB-Sparprogramm

Die Debatte fällt mitten in den Streit um das geplante Kürzungsprogramm bei den DVB. Die Verwaltung will damit mehr als acht Millionen Euro sparen, rund zehn Prozent des Angebots stünden zur Disposition, etwa die Linie 8 und mehrere Buslinien. Grüne, SPD und Linke lehnen weitere Einschnitte ab, Grüne und SPD knüpfen ihre Zustimmung zum Doppelhaushalt daran.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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