Dresden. Sechs Tage, 197 Veranstaltungen, 19 Spielorte: Das 38. Filmfest Dresden hat am Mittwoch seine Bilanz vorgelegt. Vom 14. bis 19. April kamen 21.400 Gäste – 4.400 mehr als im Vorjahr.
Den stärksten Zuwachs verzeichnete das Open-Air-Kino auf dem Schloßplatz: 8.900 Zuschauer saßen dort unter freiem Himmel, doppelt so viele wie 2025 mit 4.550. In den regulären Spielstätten sahen 10.800 Menschen Filmprogramme, das Kinder- und Jugendprogramm zählte rund 2.400 Teilnehmende, Kita- und Schulvorstellungen 850 Anmeldungen.
Meistbesuchte Programmpunkte waren die Wettbewerbsreihen – International, National und Mitteldeutsch – mit zusammen über 4.000 Gästen. Ausverkauft waren unter anderem der „Fokus Québec" zum Jubiläum, die Ernst-Hirsch-Retrospektive „Das Auge von Dresden" und die Astoria Musikfilmnacht „Youtube Killed the Videostar". Beim Themenschwerpunkt „Work in Progress" stach das von Rachel Pronger kuratierte Programm „… What a Way to Make a Living!" besonders hervor.
Den mit 20.000 Euro höchstdotierten Preis des Festivals, den Sächsischen Filmförderpreis, erhielt die deutsch-französische Regisseurin Gwenola Heck für ihren Animationsfilm „Gaïa". Die Jury des Nationalen Wettbewerbs begründete ihre Entscheidung damit, dass der Film eine Parallele zwischen Gewalt gegen die Natur und gegen den menschlichen Körper zieht.