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Besucherplus beim Filmfest Dresden: Open-Air zieht doppelt so viele Menschen an

Publikum sitzt in gelben Liegestühlen beim Open-Air-Kino auf dem Dresdner Schloßplatz während des 38. Filmfest Dresden; im Hintergrund eine große LED-Leinwand und eine gelbe Straßenbahn.
Besuchermagnet Schloßplatz: Das Open-Air-Kino des 38. Filmfest Dresden lockte mit 8.900 Gästen doppelt so viele Zuschauer an wie im Vorjahr und trug maßgeblich zum neuen Rekordergebnis von insgesamt 21.400 Besuchern bei. Foto: Thomas Wolf
Von: Cornelius de Haas
Mehr Gäste, volle Reihen und ein starkes Open-Air-Angebot: Das Filmfest Dresden zieht eine positive Bilanz.

Dresden. Sechs Tage, 197 Veranstaltungen, 19 Spielorte: Das 38. Filmfest Dresden hat am Mittwoch seine Bilanz vorgelegt. Vom 14. bis 19. April kamen 21.400 Gäste – 4.400 mehr als im Vorjahr.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete das Open-Air-Kino auf dem Schloßplatz: 8.900 Zuschauer saßen dort unter freiem Himmel, doppelt so viele wie 2025 mit 4.550. In den regulären Spielstätten sahen 10.800 Menschen Filmprogramme, das Kinder- und Jugendprogramm zählte rund 2.400 Teilnehmende, Kita- und Schulvorstellungen 850 Anmeldungen.

Meistbesuchte Programmpunkte waren die Wettbewerbsreihen – International, National und Mitteldeutsch – mit zusammen über 4.000 Gästen. Ausverkauft waren unter anderem der „Fokus Québec" zum Jubiläum, die Ernst-Hirsch-Retrospektive „Das Auge von Dresden" und die Astoria Musikfilmnacht „Youtube Killed the Videostar". Beim Themenschwerpunkt „Work in Progress" stach das von Rachel Pronger kuratierte Programm „… What a Way to Make a Living!" besonders hervor.

Den mit 20.000 Euro höchstdotierten Preis des Festivals, den Sächsischen Filmförderpreis, erhielt die deutsch-französische Regisseurin Gwenola Heck für ihren Animationsfilm „Gaïa". Die Jury des Nationalen Wettbewerbs begründete ihre Entscheidung damit, dass der Film eine Parallele zwischen Gewalt gegen die Natur und gegen den menschlichen Körper zieht.

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Im selben Wettbewerb ging der Goldene Reiter für den besten Kurzfilm an „Bleifrei 95" von Emma Hütt und Tina Muffler - die Jury beschrieb das Werk als eine energiegeladene Nacht im Leben dreier Frauen. Den Mitteldeutschen Wettbewerb gewann die Leipziger Filmemacherin Alina Cyranek mit „Unbemerkt verstorben", einem wortlosen Film über das Ende eines Lebens, erzählt durch zurückgelassene Gegenstände. International setzte sich „Water Sports" von Whammy Alcazaren von den Philippinen durch. Insgesamt vergaben acht Jurys und das Publikum 17 Preise im Gesamtwert von 72.500 Euro - ausgewählt aus 65 Kurzfilmen in allen drei Wettbewerben.

Festivalleiterin Anne Gaschütz sprach von einer Bestätigung „gerade in einer finanziell angespannten Situation". Das 39. Filmfest Dresden findet vom 13. bis 18. April 2027 statt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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