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Akkubrand in der Friedrichstadt: Feuerwehr verhindert Übergreifen der Flammen

Akkubrand in der Friedrichstadt: Feuerwehr verhindert Übergreifen der Flammen
Gefährliche Überreste: Nach dem Löscheinsatz in der Friedrichstadt kühlt die Feuerwehr die ausgebrannten Reste der Fahrradakkus in einem speziellen Wasserbad, um eine erneute Entzündung zu verhindern. Foto: Feuerwehr Dresden
Von: Cornelius de Haas
In Dresden brannten mehrere Fahrradakkus in einem Nebengebäude mit Lagerhalle. Eine Person wurde wegen Rauchgasverdachts ins Krankenhaus gebracht, das Gebäude ist unbenutzbar.

Bei einem Brand in einem Nebengebäude an der Berliner Straße in Dresden-Friedrichstadt ist am Mittwochvormittag eine Person verletzt worden. Als Auslöser gelten nach ersten Erkenntnissen mehrere brennende Fahrradakkus. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr ist das Gebäude vorerst nicht mehr nutzbar.

Schneller Löscherfolg verhindert Großbrand

Um 08:26 Uhr wurde die Feuerwehr Dresden zu einem Gewerbeobjekt an der Berliner Straße alarmiert. Schon bei der Anfahrt der ersten Kräfte war über Friedrichstadt eine deutliche schwarze Rauchsäule zu sehen. Vor Ort bestätigte sich die Situation: In einem Nebengebäude, das direkt an eine größere Lagerhalle grenzt, war ein Feuer ausgebrochen.

Die Einsatzkräfte starteten sofort einen Löschangriff unter Atemschutz. Zunächst bekämpften die Trupps die Flammen von außen, um ein Übergreifen auf die angrenzende Halle zu verhindern, bevor sie anschließend in den Innenangriff wechselten. Diese Vorgehensweise zeigte schnell Wirkung und begrenzte den Schaden auf das betroffene Nebengebäude.

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Verletzte Person nach eigenem Löschversuch

Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs waren zwei Personen im Gebäude. Eine Person konnte sich unverletzt ins Freie retten, eine zweite versuchte hingegen, das Feuer selbst mit einem Handfeuerlöscher zu bekämpfen. Dabei atmete sie giftige Rauchgase ein. Der Rettungsdienst brachte den Patienten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Aufwendige Nachbereitung bei Lithium-Ionen-Akkus

Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass mehrere Fahrradakkus in Brand geraten waren. Da brennende Lithium-Ionen-Energiespeicher als besonders schwierig gelten und zu Rückentzündungen neigen, wurden die betroffenen Akkus aus dem Gebäude gebracht. Draußen lagerten die Einsatzkräfte die Batterien in einem speziellen Metallbehälter, um sie dort dauerhaft zu kühlen.

Im weiteren Verlauf mussten Teile der Zwischendecke gewaltsam geöffnet werden, um versteckte Glutnester sicher auszuschließen. Gleichzeitig wurde das Gebäude mithilfe von Hochleistungslüftern vom Brandrauch befreit.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Auch wenn ein Übergreifen auf die Lagerhalle verhindert werden konnte, ist das Nebengebäude wegen Ruß- und Hitzeschäden vorerst nicht nutzbar. Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen.

Insgesamt waren 22 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau und Löbtau, der Rettungswache Friedrichstadt sowie des Führungsdienstes (B- und U-Dienst) rund zwei Stunden im Einsatz.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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