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Ärger am Hauptbahnhof: Waffenalarm, Haftbefehle und eine Spielzeugpistole

Eine Frau steht auf einer Kirmes an einem Schießstand und zielt mit einer Spielzeugpistole in der Hand auf die Ziele.
Harmloser Schein oder echte Gefahr? Was an einer Schießbude auf der Kirmes zum guten Ton gehört, löste auf dem Wiener Platz einen handfesten Polizeieinsatz aus. Nach dem Hinweis einer aufmerksamen Zeugin stellte die Bundespolizei dort eine zerlegte Spielzeugpistole sicher, die zuvor für erheblichen Wirbel gesorgt hatte. Symbolfoto: pixabay/zapCulture
Von: Dresden News
Ein Haftbefehl im Zug aus Prag, eine Verfolgungsjagd über den Wiener Platz, ein Versteck zwischen Blumen – und am Ende zahlte ein Mann 900 Euro für seine Freiheit. Drei Fälle, ein Donnerstagabend, ein Hauptbahnhof.

Dresden. Es war ein Donnerstag, der die Dresdner Bundespolizei in Atem hielt - gleich dreimal.

Den Anfang machte ein Eurocity aus Prag. Gegen 16:30 Uhr fiel den Beamten ein 27-jähriger Russe ins Auge. Ein Abgleich der Personalien förderte einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Berlin zutage: sechs Monate Haft wegen Diebstahls, nicht durch Zahlung abwendbar. Noch am selben Abend brachten die Beamten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Dresden.

Kaum drei Stunden später wurde es turbulent. Eine Zeugin meldete, ein junger Mann hantiere auf dem Wiener Platz mitten in einer Gruppe Jugendlicher mit einer mutmaßlichen Schreckschusswaffe. Als die Streife eintraf, rannte die Gruppe davon. Die Beamten setzten nach und griffen drei der Flüchtenden, darunter einen tatverdächtigen 18-jährigen Syrer. Drei weitere stoppte die sächsische Landespolizei.

Bei den Personen selbst fanden die Einsatzkräfte zunächst nichts. Doch eine Suche in der Umgebung brachte das kuriose Beweisstück ans Licht: In einem Blumenkasten lag eine schwarze, auseinandergenommene Spielzeugpistole. Den Fall übernahm die Landespolizei.

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Den Schlusspunkt setzte ein 35-jähriger Ungar, den die Beamten gegen 23:40 Uhr am Hauptbahnhof kontrollierten. Gegen ihn lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Leipzig vor - 900 Euro oder 30 Tage Haft. Der Mann entschied sich fürs Portemonnaie, zahlte vor Ort und durfte gehen.

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