Dresden. Es war ein Donnerstag, der die Dresdner Bundespolizei in Atem hielt - gleich dreimal.
Den Anfang machte ein Eurocity aus Prag. Gegen 16:30 Uhr fiel den Beamten ein 27-jähriger Russe ins Auge. Ein Abgleich der Personalien förderte einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Berlin zutage: sechs Monate Haft wegen Diebstahls, nicht durch Zahlung abwendbar. Noch am selben Abend brachten die Beamten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Dresden.
Kaum drei Stunden später wurde es turbulent. Eine Zeugin meldete, ein junger Mann hantiere auf dem Wiener Platz mitten in einer Gruppe Jugendlicher mit einer mutmaßlichen Schreckschusswaffe. Als die Streife eintraf, rannte die Gruppe davon. Die Beamten setzten nach und griffen drei der Flüchtenden, darunter einen tatverdächtigen 18-jährigen Syrer. Drei weitere stoppte die sächsische Landespolizei.
Bei den Personen selbst fanden die Einsatzkräfte zunächst nichts. Doch eine Suche in der Umgebung brachte das kuriose Beweisstück ans Licht: In einem Blumenkasten lag eine schwarze, auseinandergenommene Spielzeugpistole. Den Fall übernahm die Landespolizei.