Dresden. Es ist eine Rekordzahl, und sie kommt zur Unzeit. Gut 91,4 Millionen Euro umfasste 2025 das Budget des Dresdner Amtes für Kultur und Denkmalschutz - mehr als je zuvor und rund 15 Millionen Euro mehr als noch fünf Jahre zuvor. Nachzulesen ist das im Jahresbericht „Kultur in Zahlen 2025", den die Stadt jetzt veröffentlicht hat. Amtsleiter Dr. David Klein nennt die Daten eine „Grundlage für die weitere öffentliche Diskussion". Die dürfte unbequem werden.
Denn der Rekord steht auf wackligem Grund. Dresden steckt in einer der schwersten Finanzkrisen seit Jahren: Der Doppelhaushalt 2025/2026 war erstmals seit Jahren genehmigungspflichtig und wurde von der Landesdirektion nur unter Auflagen freigegeben. Die Reserven der Stadt sind im Wesentlichen aufgebraucht, das frühere Verschuldungsverbot ist gelockert. Seit Herbst 2025 gilt eine Haushaltssperre - und im April 2026 scheiterte im Stadtrat der Nachtragshaushalt, sodass die Sperre weiter in Kraft bleibt, mit unmittelbaren Folgen für Kultur und Jugendarbeit.

