Es klappert wieder auf den Masten und Schornsteinen in Sachsens Dörfern: Die Brutzeit der Weißstörche ist in vollem Gange. Dabei ist die Population der Vögel nach aktuellen Erhebungen des Nabu-Naturschutzinstituts in Dresden auf dem höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. So gab es den vorläufigen Zahlen zufolge im vergangenen Jahr 495 Brutpaare im Freistaat. Da noch Daten der ehrenamtlichen Regionalbetreuer aus den Bereichen Meißen und Chemnitz fehlen, liege die endgültige Summe voraussichtlich sogar über 500, sagt Sylvia Siebert vom Nabu-Regionalverband Dresden-Meißen. Zum Vergleich: 2024 gab es 471 Brutpaare.
Auch in der laufenden Saison setze sich der Trend gemäß erster Beobachtungen so fort, sagt Siebert. Die Brutzeit läuft allerdings noch, erste Küken sind Anfang Mai geschlüpft.
Damit zeigt sich auch in Sachsen ein Trend, der deutschlandweit anhält. «In den letzten 10, 15 Jahren ist der Bestand vor allem Dingen in Westdeutschland sehr stark angestiegen, sodass wir heute deutschlandweit etwa 14.400 Paare haben», sagt Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut des Nabu in Schleswig-Holstein.