Die private Tigerhaltung bei Leipzig, aus der am Sonntag ein Tier ausgebrochen ist und erschossen wurde, genügt nach Behördenangaben nicht den Anforderungen. Der Halterin sei in der Vergangenheit aufgetragen worden, dies zu ändern, teilte das zuständige Landratsamt Nordsachsen mit.
Nach dem Tod des Tigers leben in der Anlage noch acht Tiere. Was mit ihnen nach dem Ausbruch geschehen soll, ist noch offen. «Dem Landratsamt liegen noch keine Ergebnisse zu den Ermittlungen nach der Ursache des Vorfalls vor. Ohne diese Informationen lässt sich die Frage nicht beantworten», erklärte das Landratsamt.
Am Sonntagmittag war ein ausgewachsener männlicher Tiger aus der Anlage in einem Gewerbegebiet in Dölzig nahe der Autobahn 9 entkommen. Dabei wurde ein 72 Jahre alter Mann schwer verletzt. Die Polizei erschoss den Tiger im Bereich einer Kleingartenanlage. Die Tiger gehören einer ehemaligen Zirkus-Artistin.