Einen Tag nach dem Ausbruch eines Tigers in Schkeuditz bei Leipzig herrscht bei den Anwohnern Erleichterung. «Unsere Idylle war gestern erschüttert», sagt Silvia Kaempf. Sie hat eine Laube in dem angrenzenden Kleingartenverein und war gerade mit ihrem Ehemann angekommen, als sie von Polizisten über den Ausbruch des Raubtieres informiert wurde.
«Wir sollten sofort ins Auto und abschließen», erzählt die 68-Jährige. Dann habe sie gesehen, wie Polizisten auf ein Autodach gestiegen waren und dreimal auf den Tiger geschossen hatten. Das Tier habe nur wenige Meter von einem kleinen Zaun zur Kleingartenanlage gelegen. Danach habe es Entwarnung gegeben und sie hätten ihr Auto verlassen. «In der Situation waren wir schon aufgeregt und es gab eine innere Anspannung.» Jetzt hoffe sie, dass die restlichen Tiere in gute Hände kommen.