In das Projekt zum Lithiumabbau im Erzgebirge kommt neue Bewegung: Das Unternehmen AMG Lithium, das derzeit rund 30 Prozent der Anteile an der Muttergesellschaft «Zinnwald Lithium PLC» hält und seit 2023 zudem einen Sitz im Aufsichtsrat besetzt, hat den übrigen Aktionären nach eigenen Angaben ein Übernahmeangebot gemacht. Ziel sei es, die Gesellschaft und das damit verbundene Bergbauprojekt zu einem der größten europäischen Lithiumvorkommen vollständig zu übernehmen, sagte CEO Stefan Scherer der Deutschen Presse-Agentur. «Wir mussten uns jetzt entscheiden: Wollen wir das wirklich? Glauben wir an das Projekt und ziehen mit? Und das haben wir getan», sagte Scherer.
Nötig sind für die Übernahme rund 56 Millionen US-Dollar, die zu gleichen Teilen aus Barkapital und AMG-Aktien kommen sollen. AMG Lithium gehört zum Konzern AMG Critical Materials N.V. mit Sitz in den Niederlanden. Das Unternehmen hat in Bitterfeld-Wolfen vor rund eineinhalb Jahren Europas erste Lithiumhydroxid-Raffinerie in Betrieb genommen. Dort sollen künftig bis zu 20.000 Tonnen Lithiumhydroxid produziert werden. Der Rohstoff wird für die Produktion moderner Batterien, etwa für E-Autos, benötigt.