Mit einem beherzten Eingreifen haben Tierfreunde im Landkreis Mittelsachsen eine neue Generation von Feuersalamandern vor dem Hitzetod bewahrt. Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mitteilte, leisteten sie an einem Zufluss zur Zschopau schnelle Hilfe, als der Bachlauf auszutrocknen drohte. Sie holten mit Eimern Wasser heran und füllten damit die zunehmend trockener werdenden Stellen auf. Auf diese Weise wurden die Laven des Feuersalamanders vor dem Austrocknen bewahrt.
Feuersalamander in Sachsen stark gefährdet
Der Feuersalamander lebt in den sächsischen Mittelgebirgen und bevorzugt kalte, sauerstoffreiche Quellbäche im Laubwald als Lebensraum und auch zur Entwicklung seines Nachwuchses. Die Amphibien gelten in Sachsen als stark gefährdet. Ihre Populationen sind teilweise so klein, dass jedes einzelne Tier zähle, teilte der BUND mit. Die Art stehe stellvertretend für intakte, kleine Fließgewässer-Lebensräume, die in Zeiten der Klimaerwärmung als Kühlung und Wasserquelle immer wichtiger werden.
Feuersalamander-Larven benötigen für ihre Entwicklung etwa vier Monate im Wasser und sind damit gerade im Hochsommer besonders gefährdet. Trocknen in dieser Zeit Bachabschnitte aus, überleben sie nicht. Die Art ist ein wichtiger Indikator für gesunde Ökosysteme und saubere Gewässer.
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