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Tuberkulose-Verdacht an Kamenzer Schule nicht bestätigt

Tuberkulose-Verdacht an Kamenzer Schule nicht bestätigt
Nach einem Tuberkulose-Fall gab das Gesundheitsamt Entwarnung (Symbolbild) / Foto: Silas Stein/dpa
Von: DieSachsen News
Ein weiterer Tuberkulose-Verdacht an einer Schule in Kamenz hat sich nicht bestätigt. Was das Gesundheitsamt jetzt zu den Untersuchungen und zur Lage für die Bevölkerung sagt.

Entwarnung im Zusammenhang mit dem Tuberkulose-Fall am Berufsschulzentrum «Konrad Zuse» in Kamenz: Der Ende Januar zunächst als weiterer positiver Fall genannte Tuberkulose-Befund hat sich nicht bestätigt. Wie das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen mitteilte, handelte es sich nach genauerer Abklärung um ein falsch-positives Testergebnis.

An der Schule waren Anfang Januar die Umgebungsuntersuchungen nach einem bestätigten Tuberkulose-Fall eingeleitet worden. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 144 Kontaktpersonen erfasst, 127 davon inzwischen untersucht. Neue ansteckungsfähige Tuberkulosefälle seien dabei nicht festgestellt worden. 

Die noch ausstehenden Untersuchungen seien terminiert, auffällige oder grenzwertige Befunde würden weiterhin eng begleitet und bei Bedarf nachuntersucht, hieß es. Für die Allgemeinbevölkerung bestehe nach aktueller Einschätzung des Gesundheitsamtes keine erhöhte Gefährdung.

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Weiterer Fall im benachbarten Brandenburg

In der benachbarten Lausitz-Region Brandenburgs war zuletzt ebenfalls ein Tuberkulose-Fall bekanntgeworden. In einer Kindertagesstätte im brandenburgischen Senftenberg (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) erkrankte ein vierjähriges Kind, dort werden ebenfalls zahlreiche Kontaktpersonen untersucht. Experten betonen, dass für eine Ansteckung in der Regel ein längerer enger Kontakt erforderlich ist und eine früh erkannte Tuberkulose meist gut behandelbar ist.

Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird und überwiegend die Lunge betrifft. Sie wird übertragen, wenn infizierte Menschen beim Husten und Niesen Erreger ausscheiden. Ohne Behandlung stirbt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation etwa die Hälfte der Infizierten. Mit einer vier- bis sechsmonatigen Behandlung können rund 85 Prozent der Menschen geheilt werden.

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