Der Medizinische Dienst Sachsen hat im vergangenen Jahr 176 Behandlungsfehler festgestellt. Damit wurde in knapp einem Drittel der begutachteten Fälle (28,7 Prozent) ein entsprechender Fehler registriert, teilte der Medizinische Dienst mit. Insgesamt gab es 614 Fälle, die die Gutachter zu prüfen hatten. Im Jahr 2023 waren noch 200 Behandlungsfehler registriert worden.
Behandlungsfehler in allen Fachbereichen
In 18,4 Prozent wurde von den Gutachtern ein direkter Zusammenhang zwischen dem Behandlungsfehler und einem gesundheitlichen Schaden registriert. Die Behandlungsfehler kamen in allen Fachgebieten vor: Das Spektrum reichte von Allgemeinmedizin über Orthopädie und Unfallchirurgie, Gynäkologie, Viszeralchirurgie bis hin zur Zahnmedizin.
Die Zahlen zeigten nur einen kleinen Ausschnitt, hieß es. Zahlreiche Fälle blieben nach wie vor unerkannt - etwa, weil sie von Patienten nicht erkannt und deshalb nicht gemeldet wurden. «Unsere Gutachten tragen dazu bei, dass Betroffene den Krankheitsverlauf besser nachvollziehen können und gegebenenfalls Schadenersatzforderungen prüfen können», sagte Fachreferentin Katrin Richter.