Wegen Kürzungsplänen der Bundesregierung warnen sächsische Psychotherapeutinnen vor einem Praxissterben und dem Wegfall Tausender Therapiestunden. Im Gesetzesentwurf, der das Finanzierungsloch der Gesetzlichen Krankenkassen stopfen soll, sei die Psychotherapie von unheimlich vielen Kürzungen betroffen, kritisierte Winja Buss, Therapeutin aus Leipzig und engagiert im Aktionsbündnis Psychotherapie.
«Der schlimmste Punkt ist die Budgetierung. Das wird uns den Hals brechen», sagte Buss. Den Plänen zufolge soll die Psychotherapie ähnlich wie bei Ärzten durch ein Gesamtbudget gedeckelt und Leistungen nicht mehr unlimitiert finanziert werden. In der Psychotherapie sei das völlig widersinnig, weil die Leistungen minutengenau festgelegt seien, sagte Buss.