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Wenn Roboter verstehen, wohin wir gerade schauen

Die TU Chemnitz erforscht, wie Roboter menschliche Aufmerksamkeit wahrnehmen können. Das soll die Zusammenarbeit sicherer machen.
Gemeinsam am Arbeitsplatz: Künftig sollen Roboter erkennen, wohin Menschen schauen und ihr Verhalten entsprechend anpassen. ® pixabay/wal_172619
Von: Wissensland
In Fabriken arbeiten Menschen und Roboter oft nebeneinander. Doch die Maschinen wissen nicht, wohin ihr menschlicher Kollege gerade schaut. Eine neue Forschungsgruppe an der TU Chemnitz will das ändern. Mit Eye-Tracking-Technologie sollen Roboter künftig erkennen, worauf Menschen ihre Aufmerksamkeit richten. Das könnte die Zusammenarbeit sicherer und effizienter machen.

In vielen Fabriken arbeiten heute Menschen und Roboter Seite an Seite. Doch die Zusammenarbeit ist mühsam. Entweder müssen die Beschäftigten den Roboter ständig im Blick behalten oder jeden seiner Schritte einzeln freigeben. Das kostet Zeit und Nerven. Eine neue Forschungsgruppe an der TU Chemnitz will das ändern. Die Wissenschaftler arbeiten daran, dass Roboter erkennen, wohin Menschen gerade schauen und was sie tun.

Roboter passt sich der Aufmerksamkeit an

Das Projekt trägt den Namen MaTraB. Dahinter verbirgt sich eine klare Idee. Die Forscher wollen herausfinden, wie Roboter ihre Bewegungen so mitteilen können, dass Menschen sie verstehen. Gleichzeitig soll der Roboter sein Verhalten anpassen. Wenn ein Mitarbeiter gerade woanders hinschaut, verhält sich die Maschine anders als wenn sie direkt beobachtet wird. „Dafür ist eine transparente Kommunikation zwischen Mensch und Roboter nötig, die Auskunft darüber gibt, wer wann wo arbeitet", erklären die Wissenschaftler.

Die Technik dahinter heißt Eye-Tracking. Damit lässt sich messen, wohin jemand schaut. Der Roboter erhält diese Information und reagiert entsprechend. Spezielle Computerprogramme sorgen dafür, dass alles in Echtzeit funktioniert. Das Ziel ist klar. Die Zusammenarbeit soll sicherer werden und mehr Vertrauen schaffen. Außerdem sollen beide Seiten effizienter arbeiten können.

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Sechs Professuren forschen gemeinsam

An dem Projekt arbeiten sechs Nachwuchswissenschaftler aus fünf Fakultäten der TU Chemnitz zusammen. Beteiligt sind die Professuren für Neurorobotik, Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement, Künstliche Intelligenz, Smart Systems Integration, Prädiktive Verhaltensanalyse sowie Physik kognitiver Prozesse. Die Projektleitung hat Professor Florian Röhrbein von der Professur Neurorobotik inne.

Das Projekt wird mit mehr als einer Million Euro gefördert. Das Geld kommt vom Europäischen Sozialfonds Plus und aus Mitteln des sächsischen Landtags. Die Förderung ermöglicht es den jungen Forschern, sich weiterzuqualifizieren. Ihre Ergebnisse sollen die TU Chemnitz bekannter machen und die Grundlage für weitere Forschungsarbeiten bilden. Das Projekt ist im Dezember 2025 gestartet.

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