In vielen Fabriken arbeiten heute Menschen und Roboter Seite an Seite. Doch die Zusammenarbeit ist mühsam. Entweder müssen die Beschäftigten den Roboter ständig im Blick behalten oder jeden seiner Schritte einzeln freigeben. Das kostet Zeit und Nerven. Eine neue Forschungsgruppe an der TU Chemnitz will das ändern. Die Wissenschaftler arbeiten daran, dass Roboter erkennen, wohin Menschen gerade schauen und was sie tun.
Roboter passt sich der Aufmerksamkeit an
Das Projekt trägt den Namen MaTraB. Dahinter verbirgt sich eine klare Idee. Die Forscher wollen herausfinden, wie Roboter ihre Bewegungen so mitteilen können, dass Menschen sie verstehen. Gleichzeitig soll der Roboter sein Verhalten anpassen. Wenn ein Mitarbeiter gerade woanders hinschaut, verhält sich die Maschine anders als wenn sie direkt beobachtet wird. „Dafür ist eine transparente Kommunikation zwischen Mensch und Roboter nötig, die Auskunft darüber gibt, wer wann wo arbeitet", erklären die Wissenschaftler.
Die Technik dahinter heißt Eye-Tracking. Damit lässt sich messen, wohin jemand schaut. Der Roboter erhält diese Information und reagiert entsprechend. Spezielle Computerprogramme sorgen dafür, dass alles in Echtzeit funktioniert. Das Ziel ist klar. Die Zusammenarbeit soll sicherer werden und mehr Vertrauen schaffen. Außerdem sollen beide Seiten effizienter arbeiten können.