Die Zahl der Mädchen und Jungen in sächsischen Kindertagesstätten ist deutlich gesunken. Im März 2025 seien noch etwa 312.000 Kinder dort betreut worden, rund 7.500 weniger als ein Jahr zuvor, gab das Statistische Landesamt bekannt. Binnen eines Jahres ging auch die Zahl der Kindertagesstätten im Freistaat um 15 zurück und lag im März bei 3.050.
Minister: «Mit jedem Kind weniger verliert Sachsen etwas Zukunft»
«Mit jedem Kind weniger verliert Sachsen etwas Zukunft», kommentierte Kultusminister Conrad Clemens (CDU) die Zahlen. Bis 2040 würden 25 Prozent weniger Kinder an den Grundschulen erwartet. «Eine Entwicklung, die wir zuerst in den Kinderkrippen und Kindergärten spüren.»
Clemens zufolge werden durch die sinkenden Kinderzahlen Landesgelder frei. Diese würden bereits für einen besseren Betreuungsschlüssel in Kindergärten eingesetzt. Künftig sollen auch Krippen davon profitieren. Dann sollen dort rund 210 zusätzliche Vollzeitkräfte zur Verfügung stehen.
«Es ist gut, dass der Freistaat die sinkenden Kinderzahlen nutzt, um die Qualität in der Kindertagesbetreuung weiterzuentwickeln», sagte Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen. Obwohl die Effekte vor Ort bisher übersichtlich seien, sollte das Ministerium an diesem Weg festhalten. Es brauche aber eine Diskussion über die künftige Kita-Finanzierung, die auch bei sinkenden Kinderzahlen «wohnortnahe Betreuung sowie frühkindliche Bildung und Erziehung» ermögliche, sagte Richter.