Ein ausgewiesener Fußball-Arbeiter soll den FC Erzgebirge Aue vor dem Sturz in die Bedeutungslosigkeit retten. Christoph Dabrowski geht nach einem Jahr Pause mit viel Energie den durchaus ambitionierten Trainer-Posten beim abstiegsgefährdeten Fußball-Drittligisten an. Zwar trennt nur ein Punkt die Veilchen von einem Nichtabstiegsplatz, die totale Verunsicherung innerhalb der Mannschaft und die sichtbare Negativität in der Körpersprache machen die Aufgabe des Nachfolgers von Jens Härtel aber nicht einfach.
«Ich hatte mit Jens schon direkt nach dem Havelse-Spiel am Freitagabend gesprochen und ihm angekündigt, dass ich keine Argumente mehr für seine Weiterbeschäftigung habe. Das hat er völlig verstanden», erzählte Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat bei der Dabrowski-Vorstellung. Auf der Rückfahrt nach der 1:3-Niederlage habe er viele Telefonate geführt, auch mit Dabrowski. «Er war mein einziger Kandidat, wir haben fünf Jahre gemeinsam gearbeitet», betonte der Sport-Geschäftsführer. Er wisse, wie der 47-Jährige arbeitet, wie er junge und ältere Spieler zusammenführe. Das sei in der jetzigen Situation sehr wichtig.