Im Zusammenhang mit erteilten Hausverboten für das Ernst-Abbe-Sportfeld hat die Stadt Jena auf Vorwürfe der Fanhilfe reagiert und das Vorgehen einzelner Personen scharf kritisiert. «Vor diesem Hintergrund ist es inakzeptabel, wenn nun versucht wird, Einzelpersonen der Verwaltung, sei es über direkte persönliche Nachrichten oder über öffentliche Aufrufe, unter Druck zu setzen und dabei den Eindruck einer Nötigung zu hinterlassen», sagte Bürgermeister Benjamin Koppe (CDU) in einer Mitteilung.
Offener Brief: Fanhilfe kritisiert Polizeieinsatz
Die Blau-Gelb-Weiße Hilfe aus Jena kritisierte den Polizeieinsatz sowie die Hausverbote nun in einem offenen Brief. «Dass diese Praxis gewissenlos und willkürlich ist, belegen bereits jetzt mehrere Fälle: Einige Betroffene können nachweisen, weder beteiligt noch überhaupt anwesend gewesen zu sein», schrieb die Fanhilfe. Gleichzeitig forderte sie Koppe zu einem Treffen mit den Betroffenen auf.
Die Stadt reagierte auf die Kritik und stellte klar, die Entscheidungen sachlich und auf Grundlage der ihr vorliegenden Fakten zu treffen und nicht aufgrund von öffentlichem Druck oder Stimmungen. «Die Stadtverwaltung hat eine diametral konträre Auffassung zu den in Rede stehenden Ereignissen an besagtem Spieltag. Diese sind polizeilich aufbereitet, juristisch gewürdigt und liegen der Justiz zur Entscheidung vor. Bis dahin haben die ausgesprochenen Hausverbote Bestand und werden nicht revidiert», hieß es.
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