In Sachsen haben seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes 2.884 Menschen ihren Geschlechtseintrag ändern lassen. Das geht aus einer Antwort des sächsischen Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Doreen Schwietzer hervor (Drs. 8/6289). Die meisten Änderungen gab es den Angaben zufolge in Leipzig: Mit 1.161 Änderungen haben in der Messestadt mehr Menschen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht als in Dresden (525) und Chemnitz (227) zusammen. Zuvor hatte die «Sächsische Zeitung» berichtet.
Die häufigste Änderung war der Wechsel von weiblich zu männlich mit rund 38 Prozent. In knapp 24 Prozent der Fälle erfolgte die Änderung von männlich zu weiblich. Die übrigen Änderungen entfielen auf weitere Kategorien, etwa Wechsel zu oder von «ohne Angabe». Die Landkreise Görlitz und Mittelsachsen machten keine Detailangaben zur Art der Änderung - in den beiden Kreisen ist die Summe der Änderungen aber deutlich geringer als in Sachsens Großstädten.